Bill Gates Zufrieden mit Vista

In der vergangenen Woche warnte Microsoft-Chef Steve Ballmer vor überzogenen Umsatzerwartungen bei Vista. Nun schwächt Unternehmensgründer Bill Gates ab: Seiner Einschätzung nach ist das neue Betriebssystem auf unglaublichen Zuspruch gestoßen.

Ottawa/Rochester Hills - Computerläden hätten einen "netten Anstieg" ihrer Umsätze verzeichnet, sagte Bill Gates, Gründer von Microsoft , auf einer Veranstaltung im kanadischen Ottawa.

Auch der Chef des Chipherstellers AMD , Hector Ruiz, zeigte sich optimistisch: "Wir denken, dass man den Einfluss von Vista unterschätzt", sagte er auf einer anderen Veranstaltung. "Sobald die Leute auf den Geschmack kommen, wird es meiner Meinung nach wirklich hohe Umsätze bringen und die Technologie der Verbraucher verbessern."

Microsoft-Konzernchef Steve Ballmer hatte vergangene Woche vor überzogenen Umsatzerwartungen bei Vista gewarnt. "Einige der Umsatzmodelle und Vorhersagen, die ich für Windows Vista gesehen habe, sind übermäßig aggressiv", sagte der CEO der US-Softwareschmiede mit Blick auf Analystenschätzungen.

Microsoft hatte Ende Januar zum weltweiten Verkaufsstart des größten Konzernhoffnungsträgers erklärt, die Verbraucher würden schneller auf Vista umsteigen als bei früheren Aktualisierungen des Windows-Betriebssystems. Dies hatte Spekulationen auf kräftige Umsatzsteigerungen geschürt. Windows läuft auf rund 95 Prozent aller Computer weltweit. Für Microsoft ist es das Produkt, das den Gewinn am kräftigsten antreibt.

Gates' Tochter pflegt virtuell einen Garten

Gates gab auf der Veranstaltung auch Privates preis. Er achte sehr genau darauf, wie lange seine Kinder vor dem Computer sitzen, sagte der Microsoft-Gründer. Seine älteste Tochter dürfe nicht länger als zwei bis drei Stunden täglich vor dem Bildschirm verbringen. Erst in diesem Jahr sei die Zehnjährige über die Schule auf den Computer und das Internet aufmerksam geworden. "Sie war sehr begeistert und entdeckte viele Computerspiele", sagte Gates. Ihr Lieblingsspiel sei Viva Pinata, in dem es um die virtuelle Pflege eines Gartens geht.

Dies dürfe sie unter der Woche täglich 45 Minuten spielen, am Wochenende täglich eine Stunde. Die restliche Zeit verbringe sie mit Hausaufgaben. Sein Sohn habe ihn bereits gefragt, ob er sein ganzes Leben Grenzen wie diese vorgeschrieben bekommen werde, erzählte Gates. Er habe geantwortet: "Nein, wenn du ausziehst, kannst du dir deine eigenen Obergrenzen für die Computernutzung setzen".

manager-magazin.de mit Material von reuters

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