Hewlett-Packard Druckreife Leistung

Die Spitzelaffäre beim weltgrößten Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard beeindruckt die Konsumenten offenbar nicht. Im ersten Geschäftsquartal konnte der Konzern seinen Gewinn dank eines rasanten Verkaufsanstiegs von Laptops und Druckern um satte 26 Prozent steigern.

Palo Alto - Die Bespitzelung von Verwaltungsratsmitgliedern, Mitarbeitern und Journalisten hatte die ehemalige Hewlett-Packard-Verwaltungsratsvorsitzende Patricia Dunn und andere Bedienstete des Unternehmens ihre Posten gekostet - auf den Geschäftsgang hatte die Affäre aber offensichtlich keinerlei Einfluss. Vor allem das boomende Geschäft mit Notebooks, Druckern und der nötigen Zubehör bescherten dem weltgrößten Computerhersteller im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres satte Gewinne.

Betrachtet man die einzelnen Bereiche, so beeindrucken vor allem die Ergebnisse aus dem PC-Geschäft. Hier zog der Umsatz um 17 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar an. Der Notebookumsatz legte sogar um 40 Prozent zu. Bei den Desktops gab es dafür einen einprozentigen Umsatzrückgang. Der operative Gewinn der PC-Sparte stieg von 293 auf 414 Millionen Dollar. Hewlett-Packard  (HP) hatte Dell  im Schlussquartal 2006 an der Spitze der PC-Hersteller verdrängt.

Die lukrative Druckersparte erhöhte den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 7 Prozent auf sieben Milliarden Dollar und den operativen Gewinn von 0,973 auf 1,1 Milliarden Dollar. Bei Speicher- und Serverprodukten gab es einen Umsatzanstieg um 5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn erhöhte sich von 326 auf 416 Millionen Dollar.

Die Dienstleistungssparte legte um 5 Prozent zu und setzte 3,9 Milliarden Dollar um. Der operative Gewinn betrug 414 Millionen Dollar. Der Umsatz im Softwarebereich schoss wegen des Kaufs der Softwarefirma Mercury um 81 Prozent auf 550 Millionen Dollar in die Höhe. Der operative Gewinn stieg von 9 auf 47 Millionen Dollar. Das Finanzdienstleistungsgeschäft legte ebenfalls zu.

HP-Aktien gaben nachbörslich dennoch um 0,88 Prozent auf 42,75 Dollar nach. Das Unternehmen erwartet für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 57 bis 58 Cent je Aktie und einen Umsatz von rund 24,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr will HP 98 bis 99 Milliarden Dollar umsetzen und 2,35 bis 2,40 Dollar je Aktie verdienen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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