Microsoft-Chef "Überzogene Erwartungen an Vista"

Beim Verkaufsstart von Windows Vista für Privatkunden prognostizierte Microsoft-Chef Steve Ballmer, dass die Nutzer doppelt so schnell auf das neue Betriebssystem umsteigen würden als bei früheren Aktualisierungen. Zwei Wochen später rudert Ballmer bereits zurück. Kein Wunder: Die Verkaufszahlen zeigen etwas anderes.

Seattle - Microsoft-Chef Steve Ballmer hält die Umsatzerwartungen für das neue Betriebssystem Windows Vista teilweise für überzogen. "Einige der Umsatzmodelle und Umsatzvorhersagen, die ich da draußen für Windows Vista gesehen habe, sind übermäßig aggressiv", sagte der CEO bei einer Präsentation für Analysten.

Der Microsoft-Chef sagte allerdings nicht, um wie viel der Umsatz in der Windows-Sparte seiner Meinung nach zulegen werde. Als ein Analyst erklärte, er rechne mit 6 Prozent, entgegnete Ballmer, dies sei eine "kleine, aber nicht winzige" Zahl.

Die Microsoft-Aktie  verlor im nachbörslichen Handel 1,2 Prozent auf 29,10 Dollar. Microsoft hatte zum Vista-Verkaufsstart vor etwa zwei Wochen gesagt, die Verbraucher würden schneller auf das Programm umsteigen als bei früheren Windows-Aktualisierungen und auch damit Hoffnungen auf kräftige Umsatzsteigerungen geweckt.

Nach den vorläufigen Zahlen des Marktforschers NPD Group wurden in den USA in der ersten Woche nach dem Verkaufsstart allerdings 59 Prozent weniger Betriebssysteme verkauft als im vergleichbaren Zeitraum vom Vorgängermodell Windows XP. Beim Umsatz hinkt Windows Vista um 32 Prozent hinterher.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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