Neue IBM-Technologie Höher, schneller, kleiner

IBM will mit einer neuartigen Speichertechnologie die Leistung von Mikroprozessoren deutlich erhöhen. Der Technologiekonzern kündigte an, in Zukunft die Speicherkapazität eines Prozessors im Vergleich zu den heute üblichen Größen verdreifachen zu können.

San Francisco - "Mit dieser Lösung für die Prozessor-Speicher-Lücke ist IBM in der Lage, die Geschwindigkeit eines Prozessors unterm Strich zu verdoppeln", sagte Subramanian Iyer, Technologiedirektor bei IBM , im Vorfeld einer Fachkonferenz.

Bei den bislang üblichen Verfahren setzen Chiphersteller sogenanntes SRAM ("Static Random Access Memory") als Zwischenspeicher ein. SRAM-Bausteine sind schnell, belegen aber viel Platz, da sie sechs Transistoren benötigen, um ein einziges Bit zu speichern.

Platzsparender arbeiten DRAM-Bausteine ("Dynamic Random Access Memory"), die in der Regel als externe Speicher verwendet werden. Als Speicher (Cache) eines Mikroprozessors kamen DRAMs aber bislang nicht zum Einsatz, weil sie für diese Aufgabe zu langsam sind.

Die neue Technologie nennt IBM nun EDRAM ("Embedded Dynamic Random Access Memory"). Die EDRAM-Bausteine seien in der Lage, Informationen innerhalb von 1,5 Nanosekunden (Milliardstel Sekunden) aufzunehmen im Vergleich zu zehn bis zwölf Nanosekunden bei herkömmlichen DRAM-Bausteinen. SRAMs erreichen sogar Geschwindigkeiten von 0,8 bis 1,0 Nanosekunden.

IBM wird die EDRAM-Technologie ab 2008 in der eigenen Chipherstellung einsetzen. Branchenkenner gehen aber davon aus, dass auch IBM-Technologiepartner wie AMD  die Technologie nutzen können.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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