Yakumo Liquidierung droht

2006 interessierte sich noch Maxdata für das Braunschweiger Unternehmen Yakumo. Doch zur Übernahme kam es nicht. Nun zieht sich der Elektronikhersteller vom Markt zurück.

Braunschweig - Yakumo stellt die Produktion von Computern und Elektronikgeräten ein. Firmenchef Jürgen Rakow widersprach zugleich Meldungen, wonach die Yakumo liquidiert werde, räumte aber ein, dass sich das Unternehmen zunächst vom Markt zurückzieht. "Ab April wird dann nichts mehr ausgeliefert und der Vertrieb wird im Sommer auf Null gefahren", sagte Rakow dem Onlinedienst "Channelpartner". Bis zu diesem Zeitpunkt würde aber der Vertrieb aufrechterhalten. Alle bisherigen Produkte und Produktgruppen seien weiter im Angebot.

Zuvor hatte der Branchendienst "IT-Business.net" berichtet, Yakumo werde liquidiert. Diese Angabe war auch zunächst von einer Firmensprecherin bestätigt worden. Rakow bestätigte nun, dass der Auftritt auf der Computermesse Cebit abgesagt worden sei. Man wolle "eben sowohl die Umsätze als auch das Angebot deutlich runterfahren".

In diesem Zuge werde auch die Mitarbeiterzahl von derzeit 48 auf 12 bis 14 reduziert. "Diese werden dann in erster Linie für die kaufmännischen Belange des Services zuständig sein." Yakumo hatte seine Produkte nicht selbst entwickelt und produziert, sondern kaufte auf dem Weltmarkt verfügbare Komponenten zusammen, um die Geräte in China montieren zu lassen. Im Jahr 2005 machte das Unternehmen einen Umsatz von 200 Millionen Euro.

Die Firma wurde von Jürgen Rakow geführt, der zuvor an der Sanierung der Computerkette Vobis beteiligt war. Im Herbst 2006 sollte Yakumo von Maxdata übernommen werden, um Maxdata einen Einstieg in das Verbrauchergeschäft zu ermöglichen. Nach dreimonatiger Prüfung trat das Marler Unternehmen jedoch von den Kaufabsichten zurück. Rakow erklärte nun, derzeit überprüfe man diverse Optionen, Yakumo nach dieser Sommerpause wieder zu beleben. Eine der Alternativen sei ein finanzstarker Partner.

manager-magazin.de mit dpa

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