Übernahme Ricoh kauft IBM-Druckersparte

IBM verkauft seine digitale Druckersparte an Ricoh. Dafür sollen die Amerikaner gut 557 Millionen Euro erhalten. Vorerst soll aber ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden.

New York/Tokio - Der weltgrößte Computer-Dienstleister IBM  trennt sich für 725 Millionen Dollar (557,52 Millionen Euro) von seinem Geschäft mit digitalen Druckern. Der US-Konzern kündigte am Donnerstag an, die Sparte an den japanischen Büromaterial-Hersteller Ricoh  zu verkaufen.

Zunächst werde diese in ein Gemeinschaftsunternehmen eingehen, an dem IBM 49 Prozent halte. In den kommenden drei Jahren werde Ricoh das Joint Venture dann komplett übernehmen. Die Firma soll etwa 1200 Mitarbeiter beschäftigen.

Nach japanischen Medienberichten ist es für Ricoh der größte Zukauf seiner Geschichte. Der Konzern steige damit zur Nummer eins im Markt mit digitalen Druckern auf und überhole Rivalen wie Xerox . IBM wiederum hatte sich zuletzt anstatt auf Hardware mehr und mehr auf seine Software- und Dienstleistungsgeschäfte konzentriert. Ricoh-Papiere waren in Tokio mit Kursaufschlägen von mehr als fünf Prozent aus dem Handel gegangen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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