Sun Microsystems Back in black

Vier Jahre lang musste sich Sun Microsystems mit roten Zahlen begnügen. Im abgelaufenen Vierteljahr hat der US-Computerkonzern dank besserer Geschäfte die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft - und schon steht ein Großinvestor auf der Matte.

San Francisco - Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 126 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch einen Verlust von 223 Millionen Dollar ausgewiesen. Wie Sun Microsystems  weiter mitteilte, kletterte der Umsatz um 7 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar.

Damit übertraf Sun die Schätzungen der Analysten. Diese hatten beim Ergebnis lediglich mit einer Null in den Büchern gerechnet und beim Umsatz im Durchschnitt 3,52 Milliarden Dollar erwartet. Die Aktie legte nachbörslich rund 8 Prozent auf 6,13 Dollar zu. Im regulären Handel war das Papier zuvor 1,6 Prozent gefallen.

Neben der erhöhten Nachfrage nach Computerservern habe sich auch die gestiegene Akzeptanz des Sun-Betriebssystems Solaris positiv auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt. Seit das Unternehmen die Software kostenlos zur Verfügung stellt, sei sie bereits mehr als sieben Millionen Mal heruntergeladen worden.

Das Quartal unterstreiche, dass sich die Strategie von Sun auszahle, sagte Konzern-Chef Jonathan Schwartz. Im laufenden Quartal erwartet Sun einen saisonbedingten Umsatzrückgang um 3 bis 5 Prozent, wie Finanzvorstand Michael Lehman sagte.

Zudem teilte Sun mit, dass die Investmentfirma KKR  Schuldtitel im Wert von 700 Millionen Dollar übernommen habe. So habe Sun mehr finanziellen Spielraum, etwa für Investitionen. Die Titel können in Aktien umgewandelt werden.

manager-magazin.de mit Material von reuters