US-Berichtssaison Apple verdient glänzend

Apple hat im Weihnachtsgeschäft vor allem wegen des digitalen Musikspielers iPod glänzend verdient: Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 78 Prozent. Die Erwartungen der Analysten wurden damit deutlich übertroffen.

San Francisco - "Das iPod-Geschäft ist viel besser gelaufen, als es die meisten Leute erwartet hatten", sagte Analyst Shaw Wu. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Gewinn des Unternehmens um 78 Prozent auf 1,004 Milliarden Dollar, wie Apple  nach Börsenschluss mitteilte. Das entspricht 1,14 Dollar pro Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 0,77 Dollar pro Aktie gerechnet. Apple-Aktien legten am Mittwoch nachbörslich mehr als 4Prozent zu.

Das Unternehmen profitierte vor allem von der anhaltend starken Nachfrage nach seinem tragbaren Musik-Abspielgerät iPod. 21,1 Millionen iPods gingen demnach über den Ladentisch, das sind etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum - und deutlich mehr, als von Analysten erwartet. Besonders in Europa seien mehr iPods verkauft worden, sagte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer. Der Absatz der Computer kletterte ebenfalls deutlich.

Der Umsatz des Konzerns legte auf 7,1 Milliarden Dollar von 5,75 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum zu. Hier lagen die Erwartungen der Analysten bei 6,4 Milliarden Dollar.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen ein lang erwartetes Handy unter dem Titel iPhone vorgestellt. Apple-Chef Steve Jobs sprach dabei von einem revolutionären Produkt, das die Firma weit voranbringen werde. 2008 würden weltweit zehn Millionen iPhones verkauft. Das wäre ein Prozent des weltweiten Handy-Markts. Die Markteinführung in den USA ist für Juni geplant. Das iPhone könnte Apple dabei helfen, seine dominante Stellung auf dem Markt für tragbare digitale Geräte auszubauen. Hier hält der Konzern in den USA mit seinem iPod mehr als 70 Prozent Marktanteil.

Für die kommenden Monate gab Apple einen zurückhaltenden Ausblick: Der Umsatz werde zwischen 4,8 und 4,9 Milliarden Dollar liegen, der Gewinn pro Aktie bei 54 bis 56 Cent. "Der Ausblick ist deutlich konservativer als erwartet", sagte Wu. Das Unternehmen ist jedoch für seine niedrigen Prognosen bekannt.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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