Camcorder-Test Kamera ab!

Wer sich schon immer einen Camcorder zulegen wollte, sollte jetzt zuschlagen. Der bevorstehende Modellwechsel bei den Herstellern veranlasst die Händler zu deutlichen Preisnachlässen. In einem Test überzeugten vor allem drei Geräte.

Stuttgart - Hobbyfilmer, die auf der Suche nach einem neuen Camcorder sind, sollten mit dem Kauf nicht länger warten. Zu Jahresbeginn stünden viele Geräte vor dem Modellwechsel und die Händler seien bestrebt, ihre Lager für die neue Ware leer zu bekommen. Dies berichtet das Fachmagazin "Video" in seiner neuen Ausgabe (Heft 2/2007), in der sechs Camcorder getestet wurden.

Kauftipp bei den Camcordern, die Filmaufnahmen auf Band speichern, ist der Panasonic NV-GS 500 (1200 Euro). Dieses Modell bannt mit seinen drei Bildwandlern den Angaben zufolge nicht nur sehr natürliche Farben auf Mini-DV-Bänder, sondern erlaubt zudem das Schießen von Vier-Megapixel-Fotos samt Blitz-Unterstützung auf SD-Karte.

Ebenfalls praktisch sei ein Joystick auf der Geräterückseite, der ebenso wie der manuelle Fokusring die Bedienung erleichtere. Der digitale Eingang sorge dafür, dass sich am PC bearbeitete Filme ohne Qualitätsverluste wieder auf Band sichern ließen. Negativ ist den Testern jedoch aufgefallen, dass Panasonic bei dem Gerät auf einen Kopfhörerausgang verzichtet habe.

Camcorder mit DVD-Laufwerk und Festplatte

Als besonders preiswerten Camcorder mit DVD-Laufwerk stufen die Experten den Panasonic VDR-D 100 (530 Euro) ein. Zwar fehlten im Ausstattungsumfang ein Zubehörschuh ebenso wie eine Fotofunktion, auf manuelle Einstellmöglichkeiten für Weißabgleich, Blende oder Verschlusszeiten müsse der Anwender jedoch nicht verzichten. Als Medien akzeptiere das Modell DVD-R, -RW und -RAM, allerdings merkten die Tester an, dass die Disc-Zugriffe im Betrieb deutlich zu hören seien.

Für entfernte Motive stehe dem Anwender ein 30-facher optischer Zoom sowie ein maximaler Weitwinkel von 48 Grad zur Verfügung. Bei guter Beleuchtung liefere das Gerät satte und natürliche Farben. Bis auf die etwas dumpf geratene Sprachaufnahme gefiel den Experten auch der sehr räumliche Klang.

Um Filme in bester Qualität auf Festplatte zu bannen, empfiehlt die Zeitschrift den JVC GZ-MG 47 für etwa 850 Euro. Auf den 20-Gigabyte-Speicher ließen sich Aufnahmen von rund fünf Stunden Länge speichern, die Akkulaufzeit sei im Vergleich dazu jedoch mit 78 Minuten recht knapp bemessen.

Auch bei JVC kann der Camcorder den Experten zufolge via Joystick navigiert werden, der Knopf befindet sich allerdings am Display. Bei der Bildqualität habe JVC Probleme mit Artefakten - auch bei Innenraumbeleuchtung. Dafür stimme die Schärfe in jeder Lichtsituation. Erfreulich sei auch der gute Klang, der fast gänzlich frei von Eigengeräuschen sei.

manager-magazin.de

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