Cisco klagt Erster Handy-Ärger für Apple

Das angekündigte erste Apple-Handy iPhone hat dem Konzern eine Klage wegen des Namens eingehandelt. Der Netzwerkspezialist Cisco Systems hat Apple verklagt, weil er die Markenrechte an dem Namen iPhone bei sich sieht.

New York - Nur einen Tag nach der Vorstellung des Handys "iPhone" durch den Computerkonzern Apple  ist ein Streit über das Namensrecht entbrannt. Der Netzwerk-Ausrüster Cisco Sytems erklärte am späten Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA, er habe Klage gegen Apple eingereicht, da Cisco  die Rechte an der Bezeichnung "iPhone" halte. Die Aktien von Apple  gaben in Folge der Nachricht 1,3 Prozent nach.

Apple habe mehrfach um Erlaubnis gebeten, den Namen iPhone zu verwenden, teilte Cisco mit. Verhandlungen darüber seien jedoch bisher ohne Ergebnis geblieben. "Es gibt keinen Zweifel, dass das neue Telefon von Apple sehr aufregend ist, aber sie sollten unseren Markennamen nicht ohne unsere Erlaubnis nutzen", sagte Cisco-Manager Mark Chandler.

Eine Cisco-Sprecherin erklärte darüber hinaus, es werde wohl eine umgehende Einigung mit Apple geben. Beiden Firmen führten bereits Diskussionen über den Markennamen. Apple-Chef Steve Jobs hatte sich ähnlich geäußert.

Cisco besitzt die Namensrechte nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2000, als es die Firma Infogear übernahm. Die Cisco-Tochter Linksys habe bis zu Beginn 2006 drahtlose Geräte unter dem Namen "iPhone" verkauft. Cisco wollte nach eigenen Angaben in den Gesprächen mit Apple auch eine Kooperation in bestimmten Bereichen erreichen.

Apples Ankündigung zum Einstieg in den Handy-Markt hat die Branche und die Finanzmärkte weltweit aufhorchen lassen. Apples iPhone mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm statt einer Tastatur soll den millionenfach verkauften Multimediaplayer iPod mit einem Mobiltelefon und einem Taschencomputer vereinen. Jobs hatte von einem "revolutionärem Produkt" gesprochen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters