Matsushita Milliardeninvestition in Plasmafabrik

Der Markt für Flachbildschirme brummt. Nun will der japanische Konzern Matsushita, Mutter der Marke Panasonic, die weltweit größte Fabrik für Plasmabildschirme bauen.

Tokio – Die Kosten für das neue Werk, das westlich von Amagasaki entstehen soll, werden auf rund 1,9 Milliarden Euro beziffert. Im Mai 2009 soll die Fabrik ihren Betrieb aufnehmen, wie Matsushita  am Mittwoch bekannt gab.

Derzeit hat Matsushita - die Produkte werden unter dem Namen Panasonic vertrieben - bereits vier Werke, in denen Plasmabildschirme hergesellt werden. Ein Fünftes soll im Sommer die Produktion aufnehmen. Das neuen Werk soll pro Monat eine Million Bildschirme produzieren.

Die Zeitung "Nikkei business newspaper" hatte bereits spekuliert, dass mit dem Start des neuen Werkes zwei ältere Fabriken geschlossen werden dürften. Das Unternehmen äußerte sich seiner Bekanntmachung jedoch nicht zu den anderen Werken.

Härteste Konkurrenten Matsushitas auf dem Markt für Plasmabildschirme sind Samsung  und Sharp . Matsushitas rechnet damit, dass der Markt für Plasmabildschirme von sechs Millionen 2005 auf 30 Millionen Bildschirme im Jahr 2010 ansteigen wird. Im Oktober hatte Matsushita mitgeteilt, im Geschäftsjahr bis Ende März voraussichtlich 3,7 Millionen Plasma-Geräte zu verkaufen. Das Unternehmen gilt derzeit mit einem Marktanteil von 33 Prozent als der größte Plasmabildschirm-Hersteller.

Matsushita-Aktien gingen am Mittwoch mit einem Minus von 3,6 Prozent aus dem Handel. Händler begründeten dies mit Besorgnis darüber, dass sich die hohen Kosten für die neue Produktionsstätte negativ in der Bilanz niederschlagen könnten.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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