Premiere Kehrtwende geschafft

Im ersten Halbjahr machte Premiere der Verlust der Bundesliga-Rechte schwer zu schaffen, tiefrote Zahlen waren die Folge. Doch nun geht es langsam wieder aufwärts. Im dritten Quartal erwirtschaftete der Bezahlsender einen kleinen Gewinn, der sogar höher ausfiel, als von Analysten erwartet.

München - Von Juli bis September habe der Sender vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 33,1 Millionen Euro erwirtschaftet nach einem Verlust von 21,8 Millionen Euro im zweiten Quartal, teilte Premiere  am Dienstag mit.

Im Vergleich zum Vorjahr, als Premiere noch die exklusiven Rechte an der Übertragung der Fußball-Bundesliga hatte, brach das operative Ergebnis jedoch um gut die Hälfte ein. Dennoch übertraf Premiere mit den Zahlen die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt ein Ebitda von 27,6 Millionen Euro erwartet hatten.

Die Abonnentenzahl ging auf Grund der fehlenden Bundesliga-Übertragungsrechte zum 30. September um 2 Prozent auf 3,374 Millionen Abonnenten zurück. Investoren hatten nach dem Verlust der Fußball-Rechte Schlimmeres befürchtet. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 269,5 Millionen Euro nach 272,6 Millionen ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieb im Konzern ein Gewinn von 5,4 Millionen Euro.

Der Geschäftsverlauf und die Ergebnisse des dritten Quartals seien für Premiere ermutigend, sagte Unternehmenschef Georg Kofler. "Nach dem wie erwartet schwierigen ersten Halbjahr 2006 beginnt der Motor von Premiere wieder rund zu laufen", gab er sich optimistisch.

Zum Ende des Jahres strebt Premiere eine Zahl von 3,4 Millionen Abonnenten an und ein Ebitda zwischen 40 und 50 Millionen Euro. Zu Beginn des Jahres hatte Premiere bei prognostizierten 3,35 bis 3,45 Millionen Abonnenten noch einen operativen Gewinn von bis zu 90 Millionen Euro erwartet. Für 2007 kündigte der Bezahlsender ein Ebitda zwischen 120 und 140 Millionen Euro an.

manager-magazin.de mit Material von reuters