Software AG Gute Zahlen, Aktie steigt

Das Darmstädter Software-Unternehmen hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert und den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Zahlen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Darmstadt - Die Software AG  hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert und zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose angehoben. Die Lizenzverkäufe des nach SAP  zweitgrößten deutschen Softwarehauses legten von Juli bis September um 26,7 Prozent auf 37 Millionen Euro zu.

Software-AG-Aktien haben im frühen Handel in der Spitze 3,68 Prozent auf 51,00 Euro gewonnen. Die Zahlen sind einer ersten Händlereinschätzung vom Morgen zufolge "etwas besser als erwartet" ausgefallen.

Einschließlich Wartung und Dienstleistungen erwirtschaftete das Unternehmen Erlöse von 113,8 Millionen Euro, ein Plus 9,7 Prozent. Der operative Gewinn (Ebit) stieg um 10,8 Prozent auf 25,6 Millionen Euro. Unter dem Strich ergab sich ein Plus von 12,5 Prozent auf 17,1 Millionen Euro. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten.

Die Zuwächse wurden vor allem außerhalb des Heimatmarkt erzielt. "In Deutschland stagnierte der Umsatz in den ersten neun Monaten", sagte Unternehmenschef Karl-Heinz Streibich am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Das moderate Wachstum im Produktgeschäft sei vom sinkenden Services-Geschäft zunichte gemacht worden. In den neuen Wachstumsmärkten habe das TecDax-Unternehmen seine Erlöse im Jahresvergleich um 26 Prozent gesteigert. Diese Regionen könnten sich zum künftigen Wachstumstreiber der Gesellschaft mausern.

In Großbritannien wuchs die Software AG laut Streibich in den ersten neun Monaten 2006 um 47 Prozent. Dort habe die Software AG eine gute Stellung im öffentlichen Bereich. Auch in den USA verbuchten die Darmstädter von Januar bis September Zuwächse. "Wir sind in Nordamerika insgesamt um 11 Prozent gewachsen", sagte Streibich.

Für das Gesamtjahr erhöhte das IT-Unternehmen seine Prognose. Es rechnet nun mit einem Plus beim Lizenzumsatz von 25 bis 27 (bisher 22 bis 25) Prozent. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll unverändert 22 bis 23 Prozent betragen. Für ihr Kernprodukt, auf Großrechner zugeschnittener Firmensoftware, erwartet das Unternehmen nun ein Umsatzplus von 8 bis 10 (bisher 6 bis 8) Prozent. Die Sparte, auf die rund drei Viertel des Umsatzes entfallen, war auch im dritten Quartal der größte Wachstumstreiber.

Für das kommende Jahr erwartet die Software AG ein Umsatzplus von zehn Prozent, die Ebit-Marge soll sich um einen Prozentpunkt erhöhen. Erneut sollen hauptsächlich Lizenzverkäufe für das Wachstum sorgen. Während die Wartungssparte den vorherigen Lizenzverkäufen entsprechend zulegen soll, erwartet das Segment Dienstleistungen ein niedrigeres Wachstumstempo.

manager-magazin.de mit Material von reuters, dpa und vwd

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.