Subnotebooks Kleine Kisten, große Leistung

Die Kleinsten der Kleinen werden immer besser. Laut Stiftung Warentest können Zwölf-Zoll-Subnotebooks in vielerlei Hinsicht mit größeren Standardlaptops mithalten. Das lassen sich die Hersteller jedoch teuer bezahlen.

Berlin - Die Stiftung Warentest stellt in der aktuellen Ausgabe des Magazins "Test" einen Vergleich von 13 Notebooks vor. Davon sind acht Standardnotebooks mit 15,4 Zoll Bildschirmdiagonale und fünf Subnotebooks mit einer Bildschirmdiagonale bis maximal zwölf Zoll und einem internen optischen Laufwerk.

Für Überraschung sorgte das günstigste Subnotebook: Das Modell von Fujitsu Siemens, das circa 1220 Euro kostet, hat mit der Gesamtnote "Gut" (2,4) unter den Kleinen die Nase vorn. Positiv fiel vor allem der geringe Energieverbrauch auf. Beim Abspielen einer DVD mit maximaler Displayhelligkeit geht dem Laptop erst nach gut zwei Stunden die Puste aus. Wie auch die Zwölf-Zoll-Rechner von Asus , Dell  und LG  hält es damit länger durch als die Standardnotebooks.

Hinsichtlich der Rechnerleistung bieten die Subnotebooks mehr Leistung, als der Alltag erfordert. Alle getesteten Exemplare haben einen "Intel Core Duo", also einen schnellen Doppelkernprozessor.

Licht und Schatten der kleinen Mobilen

Beim Vergleich der Arbeitsspeicher schneidet das Fujitsu-Siemens-Subnotebook am besten ab: Mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher ist es komfortabel ausgestattet. Bis auf das kleine Notebook von Asus, das nur magere 512 Megabyte bietet, sind alle anderen Testprodukte mit einem Megabyte Arbeitsspeicher mit den Standardnotebooks gleich auf.

Die Schattenseite der Kleinen brachte ein Displaytest zutage. Vier der fünf getesteten Exemplare haben eine spiegelnde Displayoberfläche, für die ein geringerer Spielraum an Beleuchtungsstärke charakteristisch ist. In einem dunklen Raum spiegelt sich der Benutzer im Bildschirm, im Sonnenlicht überstrahlt die helle Umgebung den Monitor. "Der Vorteil spiegelnder Oberflächen liegt darin, dass die Schrift gestochen scharf durchkommt", erklärt ein Experte von Stiftung Warentest gegenüber manager-magazin.de. "Allerdings sind ihre Nachteile unserer Ansicht nach größer."

Auch die mitgelieferten Programmpakete lassen bei den Zwölf-Zoll-Notebooks zu wünschen übrig. Sie schneiden in der Kategorie "Software" nur befriedigend bis ausreichend ab.

Alles in allem sind die Subnotebooks kleiner und leichter als ihre großen Verwandten und halten mit einer Akkuladung länger durch. Das muss der Anwender jedoch teuer bezahlen: Im Schnitt sind Subnotebooks 200 Euro teurer als die Standardlaptops.

manager-magazin.de

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