Leichter als gedacht Format C

Irgendwann erwischt es jeden PC: Der Datenmüll, der sich mit der Zeit im Hintergrund ansammelt, lässt ihn langsamer werden. Dann hilft oft nur eins: Der Rechner muss neu formatiert werden. Viele User vermeiden dies, solange es geht. Dabei gibt es nur ein paar grundlegende Regeln zu beachten.

Hamburg - Vor der Neuinstallation von Windows sollten zunächst alle wichtigen Daten und Programme extern gespeichert werden. Denn ist die Festplatte erst einmal gelöscht, überschrieben und neu formatiert, sind sie im schlimmsten Fall auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Ist der Computer gar von Viren, Würmern oder Trojanern befallen, sollte man allerdings darauf achten, diese nicht aus Versehen mit zu sichern.

Neben dem Service Pack 2 von Windows XP sowie den seitdem erschienenen zusätzlichen Sicherheitspatches sollten die neuesten Gerätetreiber gesichert werden, denn das spart beim Neuinstallieren Zeit. Ganz wichtig sind natürlich die persönlichen Daten, denn sie können sonst verloren gehen. Dazu gehören nicht nur die eigenen Dateien, Bilder und Videos, sondern auch persönliche Einstellungen wie Internetfavoriten und Outlook-Daten.

All dies gehört auf eine CD oder DVD, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Natürlich sollte man vor der Neuinstallation des Betriebssystems testen, ob diese Datenträger auch einwandfrei funktionieren und alles enthalten, was gesichert werden sollte.

Jetzt kann es losgehen - und man sollte dafür mehrere Stunden Zeit einkalkulieren. Zunächst wird nach dem Neustart des Rechners das BIOS-Menü aufgerufen und dort die Bootreihenfolge auf CD umgestellt. So kommt man ganz einfach in das Menü der Installations-CD von Windows. Dort folgt man einfach Schritt für Schritt dem vorgegebenen Weg zur Neuinstallation. Anleitungen dazu gibt es auch im Internet .

Sämtliche Partitionen der Festplatte sollten nun gelöscht, neu erstellt und formatiert werden. Dabei sind zwei Formate möglich: FAT32 und NTFS. Das modernere NTFS hat den Vorteil, dass es sicherer ist und auch sehr große Dateien verwalten kann. Wer allerdings auch ältere Windows-Versionen oder Linux nutzt, sollte unbedingt auf FAT32 zurückgreifen.

Partition und Neuinstallation

Partition und Neuinstallation

Das Betriebssystem selbst sollte eine eigene Partition bekommen, denn der Rechner läuft dadurch schneller. Sieben bis zehn Gigabyte reichen für diese Systempartition auf jeden Fall aus. Es empfiehlt sich, große Festplatten in mindestens drei bis vier Partitionen aufzuteilen - das sorgt für mehr Ordnung auf dem PC.

Nun ist alles bereit für die eigentliche Windows-Neuinstallation. Wer Tools wie Windows Unattended Creator  oder nLite  nutzt, ist klar im Vorteil. Mit ihnen kann ein bootfähiges ISO-Image von Windows angelegt werden, in dem wichtige Komponenten wie das Windows Service Pack, Sicherheitspatches und Gerätetreiber bereits enthalten sind. Dadurch sind bei der Installation keine zusätzlichen Eingaben mehr nötig und die Dauer verkürzt sich deutlich.

Anschließend muss der Rechner neu gestartet werden. Dann kann es auch schon losgehen mit der Installation der Software. Zunächst sind - wenn nicht schon automatisch geschehen - die Treiber für das Mainboard, die Grafikkarte, die Soundkarte und andere Hardware an der Reihe. Dies erfordert jeweils einen Neustart. Danach folgen die Programme wie Java, DirectX und natürlich der Virenscanner. Der Rechner muss nun wieder neu gestartet werden. Es empfiehlt sich, nun noch installierte Partitionen zu defragmentieren.

Möglicherweise fällt anschließend auf, dass beim Sichern der Programme oder Treiber doch das eine oder andere vergessen wurde. Bevor man jedoch seine frisch eingerichtete Internetverbindung nutzt, sollte man kontrollieren, ob das Service Pack 2 samt aktueller Patches installiert wurde, die Firewall aktiv ist und der Virenscanner läuft. Sonst kann es nämlich passieren, dass nach nur wenigen Tagen die nächste Windows-Neuinstallation ansteht.

Sandra Schipp, ddp

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