Ericsson Weniger Sparten, mehr Ingenieure

Siemens und Nokia, Alcatel und Lucent - die Branche der Telekomausrüster konsolidiert sich derzeit gravierend. Mit der Übernahme des britischen Konkurrenten Marconi unternahm auch Ericsson bereits einen Schritt in die richtige Richtung. Nun stehen zusätzlich ein kompletter Konzernumbau und die Einstellung neuer Ingenieure bevor.

Stockholm - Ab dem 1. Januar 2007 stütze sich Ericsson  statt auf vier nur noch auf die drei Bereiche Networks, Global Services und Multimedia, teilte der Telekomausrüster am Freitag mit. Mit der Neuordnung werde eine engere Orientierung an den Wünschen der Kunden verbunden. Zudem wolle der Konzern seine Marktstellung verbessern.

In der Geschäftseinheit Networks seien die Aktitiväten im Bereich Netzwerke zusammengefasst. Die bisherigen Sparten Systems, Access und Broadband würden ebenso wie Ericsson Power Modules und Ericsson Cables in die Einheit integriert. Geleitet werde Networks von Kurt Jofs, Executive Vice President und derzeit Leiter der Sparte Access. In dem Bereich sind den Angaben zufolge etwa 21.500 Mitarbeiter beschäftigt.

In der 1999 gegründeten Sparte Global Services gingen die Bereiche Professional Services und Network Rollout auf. Sie sei von der Neuordnung nicht betroffen und werde unverändert von Executive Vice President Hans Vestberg geleitet und beschäftige weltweit rund 23.000 Mitarbeiter.

500 neue Ingenieure

In das Geschäftsfeld Multimedia gingen der Bereich Multimedia - bisher Bestandteil von Systems - sowie die Sparten Ericsson Mobile Platforms und Ericsson Consumer and Enterprise Lab ein. Das neue Segment werde rund 4000 Mitarbeiter haben. Ein Leiter stehe noch nicht fest.

Ericsson kündigte zudem die Einstellung von 500 Ingenieuren an. Sie sollen vor allem in der Forschung und Entwicklung von Netzwerk- und Multimediatechnologien der neuen Generation eingesetzt werden. Multimedia sei ein Bereich mit offensichtlichen Geschäftsmöglichkeiten, heißt es in der Mitteilung des Konzerns.

Die Schweden reagieren mit dem Umbau auf die Fusion der Konkurrenten Lucent  und Alcatel . Auch auf die geplante Kooperation zwischen Siemens  und Nokia  im Netzwerkbereich will sich Ericsson vorbereiten.

manager-magazin.de mit Material von dpa und vwd

Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.