Gewinneinbruch Intel streicht 10.500 Stellen

Um im Kampf gegen seinen Erzrivalen AMD besser bestehen zu können, will der weltgrößte Chiphersteller Intel jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen. Damit reagiert der Konzern auf drastische Gewinnrückgänge und schrumpfende Marktanteile. Die Maßnahme ist der größte Stellenabbau bei Intel seit 21 Jahren.

Santa Clara - Die Einsparungen sollen sich durch diesen Schritt im Jahr 2008 auf drei Milliarden Dollar jährlich summieren, teilte Intel  mit. Dem stünden Abfindungskosten in Höhe von insgesamt 200 Millionen Dollar gegenüber.

Der Arbeitsplatzabbau soll über Entlassungen, die Nicht-Besetzung freier Stellen sowie den Verkauf von nichtprofitablen Geschäftsteilen von statten gehen. In diesem Jahr seien vor allem Mitarbeiter im Management, dem Marketing und der Technologie betroffen. Bis Ende 2006 soll die Zahl der Stellen von derzeit 102.500 auf rund 95.000 sinken.

Im kommenden Jahr sollen dann hauptsächlich Stellen in der Produktion, im Design und anderen Abteilungen gekappt werden. Bis Mitte 2007 sollen nur noch rund 92.000 Menschen bei Intel beschäftigt sein.

Diese Schritte seien schmerzhaft, aber notwendig, um Intel zu einem agilen und effizient funktionierenden Unternehmen zu machen und für die kommenden Jahre zu rüsten, sagte Vorstandschef Paul Otellini. Der Markt hatte bereits einen deutlichen Stellenabbau bei Intel erwartet, Experten gingen sogar von einem Abbau von bis zu 15.000 Stellen aus.

Die weltweite Nummer eins kämpft mit immer weiter sinkenden Gewinnen und schrumpfenden Marktanteilen. Konkurrenz bekommt der Konzern vor allem vom Branchenzweiten Advanced Micro Devices (AMD) .

Der Wettbewerber hat bereits eine Reihe von Produkten auf den Markt gebracht, die teils besser abschnitten als Intel-Prozessoren. Intel hat deshalb bereits seine Preise reduziert und in den vergangenen Monaten sein Angebot an Prozessoren für Desktop-Rechner, Laptops und Server umgestellt.

dpa/reuters