Freitag, 20. September 2019

Google-Bezahldienst Checkout fordert Paypal zum Duell

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Der Internetkonzern Google hat in den USA einen eigenen Onlinebezahldienst namens Checkout eingeführt. Zusammen mit seinem Kleinanzeigenmarkt wird der Suchmaschinengigant damit zum starken Konkurrenten für den Marktführer Ebay und seine Tochter Paypal.

Mountain View - "Google Checkout bietet einen schnellen, sicheren und bequemen Weg, online einzukaufen", sagte ein Google-Sprecher. Bei dem Dienst gehe es aber weniger um die eigentliche Finanztransaktion als um die Gestaltung des Einkaufserlebnisses im Internet. Wann der Bezahldienst in Europa und Asien eingeführt werden soll, ist noch unklar.

Bezahlen mit Google:
Das neue Bezahlsystem heißt nicht Wallet oder Gbuy, sondern Checkout
Der Service soll eng mit dem Werbedienst Google Ad-Word verknüpft werden. In den bezahlten Links können Onlinehändler dann mit einem Logo signalisieren, dass die Kunden ihren Kauf mit Hilfe von Google Checkout begleichen können. Dazu müssen die Nutzer einmalig ihren Namen, Adresse und die Bankverbindung bei dem Bezahldienst hinterlegen. Händler sollen den Service aber auch unabhängig von Google AdWords anbieten können.

Finanziert wird der Dienst vom Onlinehändler, der für die komplette Abwicklung des Bezahlvorgangs 2 Prozent der Transaktionssumme plus 20 US-Cent pro Transaktion an Google abführt. Gleichzeitig gewährt Google den Händlern aber auch Rabatte, wenn der Kauf über eine AdWord-Anzeige zu Stande gekommen ist. Das Bezahlsystem Paypal von Ebay verlangt für seinen Service 1,9 Prozent plus 30 Cent vom Händler.

dpa

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