Freitag, 22. November 2019

Kleinanzeigen Ebay oder Google Base?

Ab sofort können sich auch Internetnutzer in Deutschland aussuchen, ob sie ihre Waren bei Ebay oder Google Base verkaufen. Doch Google Base versteht sich nicht nur als Marktplattform, sondern als Datenbank für Informationen aller Art.

Hamburg - Bei Google Base können Internetnutzer Informationen oder Warenangebote aller Art wie Nachrichten, Jobangebote, Rezepte oder Kleinanzeigen online stellen. Diese können anschließend auch über die normale Google-Suche, Google Maps sowie die Produktsuche Froogle gefunden werden. Der Datenbankdienst startet am Mittwoch in einer ersten Betaversion in Deutschland und Großbritannien.

Google Base: Datenbank für Informationen aller Art
Screenshot Google Base
Google Base: Datenbank für Informationen aller Art
"Derzeit sind lediglich 10 Prozent aller Informationen weltweit im Internet verfügbar", erklärt Google-Sprecherin Rachel Whetstone das Konzept. Google Base solle die Möglichkeiten der Suche im Internet deutlich ausbauen. Als direktes Konkurrenzprodukt zum weltgrößten Internet-Auktionshaus Ebay Börsen-Chart zeigen verstehe sich Google Base aber nicht, so Whetstone. Anders als Ebay verfügt der Datenbankdienst bislang über keine Bezahlfunktionen.

Google Base war vor rund einem halben Jahr in den USA an den Start gegangen und hatte unter Konkurrenten wie Microsoft Börsen-Chart zeigen, Ebay und Yahoo Börsen-Chart zeigen für große Unruhe gesorgt. Vor allem Ebay befürchtet ein Vordringen in sein angestammtes Geschäft.

Bündnis gegen Google

Um Google Börsen-Chart zeigen Paroli zu bieten, schloss sich der Web-Auktionator vergangene Woche mit seinem Konkurrenten Yahoo  zusammen. Die beiden Internetkonzerne wollen künftig in den Bereichen Werbung und Handel zusammenarbeiten. Während Ebay von Yahoos Suchmaschine profitiert, will Yahoo seinen Kunden demnächst den Service des Bezahlsystems Paypal bieten.

Als dritter großer Anbieter schaltet sich nun auch Microsoft in das Geschehen ein. Der Redmonder Softwarekonzern plant, in seinem Onlinedienst Windows Life einen Marktplatz namens "Fremont" einzurichten. Die Idee hatte Microsoft angeblich schon vor Google – der Suchmaschinenbetreiber sprach bei Google Base anfangs nur von einem Ort für alle Arten von Daten, die Nutzer online stellen wollen. Als Microsoft mit seiner Kleinanzeigen-Idee kam, soll Google das Konzept kurzfristig umgestellt haben.

Sinnvoll ist die Idee in jedem Fall. Allein in den USA soll der Markt für Kleinanzeigen von 2.6 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 4.1 Milliarden im Jahr 2010 anwachsen, prognostizieren die Analysten von Jupiter Research.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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