Dell-PCs Google-Software inklusive

Während Yahoo und Ebay ihre Allianz gegen Google schmieden, bleibt der Suchmaschinenbetreiber selbst auch nicht untätig: Die Rechner des weltgrößten Computerbauers Dell werden künftig mit vorinstallierter Google-Software ausgeliefert. Eine Strategie, die schon Mircosoft-Gründer Bill Gates zu seinem weltweiten Erfolg verhalf.

New York - Auf den Computern von Dell  sollen eine Reihe von PC-Anwendungen, eine Google-Leiste sowie eine mit beiden Marken bezeichnete Internetseite vorinstalliert werden. "Vermutlich kommt auch noch mehr", verkündete Google-Chef Eric Schmidt. Dies sei nur die erste von mehreren Vereinbarungen.

Google  und Dell wollen sich die Einnahmen aus der Zusammenarbeit teilen. Weder Schmidt noch Dell-Sprecher Jess Blackburn wollten allerdings Einzelheiten nennen. "Wir machen das, weil wir glauben, dass die Werkzeuge den Kunden bei der Suche und Verwaltung digitaler Informationen schnell und einfach helfen werden", sagte Blackburn.

Die mit den Google-Programmen ausgestatteten Dell-PCs sollen ab Ende dieses Monats an die ersten Kunden in kleinen oder mittleren Unternehmen ausgeliefert werde. Zudem würden die Systeme einigen Großunternehmen angeboten.

Bisher war es immer der Softwarekonzern Microsoft , der PC-Herstellern diktieren konnte, welche Software sie auf ihren Rechnern installieren sollten. Die Nummer eins der Branche konnte sich dabei weitgehend darauf verlassen, dass sich die Kunden selten die Mühe machten, die Programme auszutauschen.

Mit der Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinenbetreiber Google will Dell nun dem im vergangenen Jahr abgeschwächten Wachstum entgegentreten. Vergangene Woche hatte das Unternehmen auch bekannt gegeben, künftig einige seiner hochpreisigen Server-Modelle für Unternehmen mit Prozessoren von Advanced Micro Devices auszurüsten. Bisher war Marktführer Intel Dells exklusiver Chip-Lieferant.

rtr

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