Skandal-Grand-Prix Schock-Rocker und Schleichwerbung

Nach dem ersten "Skandal" beim Eurovision Song Contest in Athen, dem unerwarteten Sieg der finnischen Monster-Rocker Lordi, droht nun der nächste Schock: In mehreren Einspielfilmen, die während des Wettbewerbs gezeigt wurden, ist offenbar Schleichwerbung von Apples iPod zu sehen.

Hamburg - Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) prüft derzeit den Fall. Bei den Einspielfilmen zwischen den Auftritten der Künstler seien für Sekundenbruchteile grafische Elemente zu sehen gewesen, die den iPod-Werbesports von Apple  ähnelten, teilte der Sender mit. Allerdings habe bei den Grafiken das charakteristische weiße Kabel und der iPod selbst gefehlt.

Das Regelwerk zu dem Schlagerwettbewerb verbietet jegliche Schleichwerbung. Auch die Einspielfilme zwischen den musikalischen Beiträgen müssen laut NDR werbefrei sein. Verantwortlich für die Sendungen sei die European Broadcasting Union (EBU), hieß es. Die Einspielfilme für den Wettbewerb seien vom griechischen TV-Sender ERT produziert und von der EBU abgenommen worden.

"Der NDR fordert die EBU zur Aufklärung darüber auf, ob es zu vertragswidriger Schleichwerbung gekommen ist - auch im Interesse von Millionen Fans unserer Gruppe 'Texas Lightning' und des 'Eurovision Song Contest'" erklärte NDR-Programmdirektor Volker Herres. Die EBU habe das griechische Fernsehen um Aufklärung gebeten und werde nach deren Antwort eine Stellungnahme abgeben, hieß es.

Beim Grand-Prix-Finale am Samstag hatte überraschend die finnische Hardrockband Lordi gewonnen. Die deutsche Band Texas Lightning um Olli Dittrich kam nur auf den 15. Platz.

ap, ddp

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