Windows 98 Gefährliches Auslaufmodel

Wer künftig mit dem Betriebssystem Windows 98 arbeiten und im Internet surfen will, muss sich auf einiges gefasst machen. Ab Mitte Juli liefert Microsoft keine Updates mehr für die alte Software. Viren und Würmer haben somit ungehindert Zugang. Worauf Nutzer achten sollten.

Hannover/München - Nutzer des Betriebssystems Windows 98 sollten den Rechner künftig besser ohne Internetverbindung laufen lassen. "Das reduziert das Risiko, dass Viren Sicherheitslücken im System ausnutzen", sagte Axel Vahldiek vom Computermagazin "c't". Microsoft  hatte vor kurzem angekündigt, die Unterstützung für Windows 98 sowie für Windows Me vom 11. Juli an einzustellen.

Von diesem Tag an können keine Sicherheits-Updates mehr von der Unternehmens-Homepage herunter geladen werden. Zwar spricht dem Experten zufolge nichts dagegen, den Rechner ohne Internetanbindung weiter zu nutzen. Möglicherweise biete sich aber auch der Kauf eines neuen an, der ein neueres Betriebssystem unterstützt. Alten Rechnern fehlten dafür häufig die Hardware-Voraussetzungen.

Alternativen zum Support von Microsoft gibt es nach Aussage von Vahldiek nicht. "Microsoft hat den Quellcode für Windows 98 ja nie heraus gegeben. Deshalb kann kein anderer Anbieter den Service übernehmen."

Der Software-Hersteller macht keine genauen Angaben zu den Nutzerzahlen. "Es sind aber nicht mehr allzu viele, die mit Windows 98 arbeiten", sagte Microsoft-Sprecherin Irene Nadler. Meist handle es sich dabei um Unternehmen, die ganz bestimmte Anwendungen über das Betriebssystem betreiben. Unter den Privatnutzern seien es nur wenige, die sich aus verschiedenen Gründen noch nicht mit dem neueren Windows XP anfreunden konnten. Im kommenden Jahr soll mit Vista eine neue Windows-Version auf den Markt kommen.

dpa/gms

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