Google Navigieren in 3D

Die Suchmaschine Google ermöglicht nach einem Flug über die Erde nun auch eine Reise zum Mars. Mit Volkswagen arbeitet das US-Unternehmen zudem an einem 3D-Navigationssystem.

Wolfsburg/Washington - Mit ihrem virtuellen Flug über die Erde und den Mond sorgte die Suchmaschine Google für Furore. Nun legt das US-Unternehmen nach. Ab sofort ist auch eine Reise zum Mars im Angebot.

Google stellte am Wochenende eine Karte des roten Planeten ins Netz, die man wie bei den bisherigen "Google Maps" verschieben und heranzoomen kann. Der Nutzer könne per Mausklick den gesamten Mars mit all seinen Kratern und weitläufigen Ebenen erkunden, teilte die Arizona State Universität am Montag mit. Die Hochschule lieferte die Aufnahmen für das Projekt.

Derweil sucht Google auch den Weg ins Automobil. Zusammen mit Volkswagen  will das Internetunternehmen ein Navigationssystem entwickeln. Das System solle auf Basis von Daten des Google Earth eine dreidimensionale Darstellung von Routendaten ermöglichen, teilte VW in Wolfsburg mit.

Außerdem sollen in dem System Online-Daten verwendet werden, die dem Fahrer in Echtzeit Informationen etwa über Verkehrs- und Wetterlage bereitstellen. Über einen möglichen Serieneinsatz des Navigationssystems sei allerdings noch nicht entschieden.

Seit Oktober 2005 arbeiteten VW, Google sowie der Grafik- Chiphersteller nVidia bereits an dem neuen Navigationssystem, hieß es. Dieses integriere das Internet. Das System werde im VW- Forschungszentrum in Kalifornien entwickelt.

Die Volkswagen-Kernmarke VW steckt derzeit in einer Krise. Mitte Februar hatte die Konzernspitze für die ertragsschwache Marke ein tief greifendes Sanierungsprogramm angekündigt. Zudem plant Markenchef Wolfgang Bernhard eine "Modelloffensive".

Während Google einerseits seinen Bereich Maps vorantreibt, soll auch das Buchprojekt um eine Dimension erweitert werden. So will das Onlineunternehmen zum Buchverkäufer werden. Dabei bietet Google den Verlagen an, ihre Bücher im Digitalformat über die Suchmaschine zu verkaufen. Die Verlage hätten das Recht zu entscheiden, ob der Käufer das Buch ausdrucken beziehungsweise ob das komplette Buch im Internet gelesen werden darf.

Google hatte Ende 2004 damit begonnen, komplette Bücher einzuscannen und somit für die Suche im Text zu öffnen. Bücher, deren Urheberrecht abgelaufen ist, sollen dabei vollständig gezeigt werden, alle anderen nur in Auszügen. Da Google mit dem Angebot bei den Verlagen auf wenig Gegenliebe stieß, versucht das Unternehmen mit den neuen Angebot die Verlage mit ins Boot holen.

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