Online-Auktionen Babies und Bazookas

Gerade erst versuchten Kunden, Menschennieren beim US-Internet-Auktionshaus eBay zu versteigern. Jetzt wurden 109.100 Dollar für ein ungeborenes Baby geboten. Außerdem im Angebot: Cruise Missiles und Bazookas - meistbietend.

San Francisco - "Wir helfen den Leuten, mit nahezu allem zu handeln, was man sich vorstellen kann." Diese Eigendarstellung des Online-Auktionators nehmen die Kunden zur Zeit offensichtlich wörtlich. Eine Woche, nachdem auf den Webseiten des Unternehmens zwei Menschennieren angeboten wurden, von denen die eine sogar ein Gebot von 5,7 Millionen Dollar erzielte, konnten die Besucher von eBay jetzt sogar um Babys steigern. Die Gebote für ein ungeborenes Kind erreichten eine Höhe von 109.100 Dollar.

eBay habe drei solcher Angebote von seiner Seite entfernt, erklärte Marketing Vice President Steve Westly am Montag. Man habe die Babyverkäufe aber - genau wie vorher die Nieren - für einen Scherz gehalten. In einem Fall wurde ein Junge angeboten, der am Ende des Monats geboren werden sollte. Als Eltern wurden zwei Jurastudenten der University of Chicago angegeben: "Intelligenzquotienten auf Nachfrage".

Obwohl der Verkauf von Menschen oder derer Organe verboten ist, scheinen die Besucher von eBay  an solchen Angeboten durchaus interessiert zu sein. Auch bei anderen Offerten musste eBay eingreifen: In diesem Jahr sah sich der Online-Auktionator bereits gezwungen, den Verkauf von Waffen und Munition auf seinen Seiten zu untersagen, nachdem Kunden versucht hatten, unter anderem eine Cruise Missile, eine Bazooka und einen Raketenwerfer auf den Seiten zu versteigern.