Google AMD rein, Intel raus

Bisher ist der Suchmaschinenbetreiber nicht als großer Chip-Abnehmer in Erscheinung getreten. Tatsächlich aber beliefert Google seine Kunden mit Servertools für die interne Suche. Künftig will der Suchmaschinenkonzern Prozessoren bei AMD einkaufen - Marktführer Intel hat das Nachsehen.

Hamburg - Der Suchmaschinenbetreiber habe bei den Einkäufen für seine insgesamt 200.000 Server bereits begonnen, auf die "Opteron"-Chips von AMD  umzustellen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Sie beruft sich auf einen Bericht der Investmentbank Morgan Stanley .

Die meisten Google -Server würden "erstmals den Opteron von AMD benutzen", wird Mark Edelstone, Analyst bei Morgan Stanley, zitiert. Diese Entscheidung könnte AMD ein erhebliches Wachstum seines Server-Geschäfts bescheren. Der Analyst hob seine Gewinnprognose für AMD an. Google-Sprecherin Sonya Boralv wollte zunächst keinen Kommentar zu dem Bericht abgeben.

AMD macht dem Erzrivalen Intel schon seit rund zwei Jahren verstärkt Konkurrenz auf dem Markt für sogenannte Doppelkern-Prozessoren. Laut Bloomberg hat AMD unter den Chipherstellern erstmals seit vier Jahren wieder einen Marktanteil von 20 Prozent erreicht.

Für Intel kommt die Google-Entscheidung einer schweren Schlappe gleich - zumal Intel-Chef Paul Otellini zu den Board-Mitgliedern bei dem Suchmaschinenkonzern zählt.



manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über