Axel Springer Finanzspritze für Friede

Das Berliner Verlagshaus Axel Springer hat einen neuen Investor, der von Friede Springer ein Aktienpaket im Wert von 104 Millionen Euro übernommen hat. Der neue Gesellschafter stammt aus einer südafrikanischen Händler-Familie.

Berlin - Der britische Geschäftsmann Michael Lewis hat für 104 Millionen Euro drei Prozent der Aktien des Verlagshaus Axel Springer  erworben. Springer-Sprecherin Edda Fels bestätigte am Mittwochabend einen Bericht der "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag). "Der Kauf wurde vor zwei Tagen vollzogen", sagte sie.

Hauptaktionärin Friede Springer habe 1,02 Millionen Aktien an Lewis verkauft. Der Anteil frei handelbarer Aktien (Streubesitz) erhöht sich laut Fels auf 13,8 Prozent.

Der 47-jährige Lewis, der als Freund des Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner gilt, stamme aus einer südafrikanischen Händler-Familie und lebe seit 23 Jahren in London. Es sei vorstellbar, dass Lewis seinen Anteil weiter erhöht, hieß es weiter. Lewis sei ein langfristiger, strategischer Investor, der dem Unternehmen sehr nahe stehe, fügte die Sprecherin hinzu.

Axel Springer wird am 8. März die Bilanz des Geschäftsjahres 2005 präsentieren. Laut der Internetseite des Konzerns halten die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik 50 Prozent plus 10 Aktien, Friede Springer 7 Prozent, Hellman und Friedman 19,4 Prozent sowie der Axel Springer Verlag 9,8 Prozent. Der Rest ist Streubesitz.

dpa, ddp, rtr