Internet-Handel Ein Pfund Kobalt

Das Internet sorgt für mehr Preistransparenz: nicht nur bei Büchern oder Backmaschinen, sondern künftig auch bei Nickel und Kobalt. Im Metallmarkt schmelzen die Gewinnspannen.

London - Das Internet macht jetzt auch Metallhändlern Sorgen - zumindest im Markt für Kobalt, dessen Preis bislang nur direkt zwischen Käufern und Verkäufern ausgehandelt wird und dementsprechend stark schwankt.

Für die australische Minen-Gruppe WMC ist der Kobalt-Markt wichtig genug, um die erste Börse für diesen Rohstoff zu eröffnen. Der beste Weg dazu ist das Internet. Seit knapp einem Monat zeigt das "Cobalt Open Sales System" (COSS) im Internet die aktuellen Notierungen und die Preise, zu denen Kobalt-Geschäfte in den vergangenen Wochen abgeschlossen wurden.

In der vergangenen Woche legte WMC nach und startete auch eine Nickel-Börse für den Verkauf von Nickel-Briketts und -Puder. Weil dieses Metall auch offiziell an der Metallbörse in London gehandelt wird, dient das "Nickel Internet Marketing System" vor allem dazu, Notierungen für außerbörsliche Geschäfte zu liefern. WMC hatte Nickel bislang vor allem über Langzeit-Kontrakte verkauft und hofft nun, mit der Website auch bei kurzfristigen Preisschwankungen zu profitieren.

Doch nicht alles läßt sich über das Internet handeln. Eine Internet-Börse für Uran wurde von WMC zwar angedacht, aber dann doch nicht realisiert. Dieser Markt sei zu speziell.

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