Warner Music Das Internetgeschäft floriert

Der amerikanische Musikkonzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal fast verdoppelt. Warner Music profitierte unter anderem von der hohen Nachfrage im digitalen Musikgeschäft während der Weihnachtszeit.

New York - Warner Music  bezifferte am Dienstag seinen Reingewinn für das erste Quartal bis Ende Dezember auf 69 Millionen Dollar oder 46 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum betrug der Netto-Gewinn noch 36 Millionen Dollar. Warner hat weltbekannte Pop-Stars wie Madonna unter Vertrag.

Gleichzeitig sank der Umsatz um vier Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar. Zurückzuführen sei dies auf die Fluktuation in den Wechselkursen und den Verkauf der Notensparte im Mai vergangenen Jahres, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten einen Umsatz von 1,09 Milliarden Dollar vorausgesagt.

Im Digitalgeschäft kletterte der Umsatz um 30 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 69 Millionen Dollar - damit lag er fast drei Mal so hoch wie ein Jahr zuvor. Dafür sei vor allem der Online-Vertrieb von Musik bei Anbietern wie dem iTunes-Online-Shop von Apple  sowie Napster und der Verkauf von Klingeltönen verantwortlich.

"Unser Umsatz im digitalen Bereich ist von Jahr zu Jahr unerwartet gestiegen", sagte Finanzchef Michael Fleischer. Dies hänge vor allem mit der gestiegenen Nutzung von MP3-Geräten zusammen. Die Argumente der Kritiker des digitalen Musikgeschäfts seien widerlegt worden. Dabei sei vor allem der Markt in den Amerika entscheidend, der 70 Prozent dieses Geschäfts ausmache. Der Umsatz mit herkömmlichen Musikaufnahmen fiel dagegen um zwei Prozent auf 920 Millionen Dollar.

Warner Music hat seit seinem Verkauf 2004 von Time Warner an eine Investmentgruppe unter Leitung des Medienmoguls Edgar Bronfman Jr. eine Umstrukturierung vollzogen. Das Unternehmen reduzierte Kosten und investierte verstärkt in digitale Musik. Im Mai vergangenen Jahres ging Warner Music an die Börse.

rtr

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