Oracle Noch eine Übernahme

Der amerikanische Softwarekonzern, schärfster Konkurrent von SAP, hat den Datenbankspezialisten Sleepycat gekauft. Mit der Akquisition erweitert Oracle seine Produktpalette. In Zukunft bietet das Unternehmen auch Open-Source-basierte Datenbanklösungen als Mietsoftware an.

Hamburg - Oracle , nach SAP  zweitgrößter Hersteller von Unternehmenssoftware weltweit, übernimmt den amerikanischen Datenbankspezialisten Sleepycat. Sleepycat hat sich auf die Entwicklung von Open-Source-Datenbank-Tools spezialisiert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Softwareentwickler Sleepycat wurde 1996 als Spin Off der Universität Berkeley gegründet. Die Datenbanksoftware trägt noch heute den Namen der Universität. Gegenwärtig arbeiten bei Sleepycat 25 Personen, die meisten von ihnen Datenbankspezialisten. Die Belegschaft will Oracle komplett übernehmen.

Die Akquisition verdeutlicht einen Schwenk in der Oracle-Strategie. Das Unternehmen erweitert seine Produktpalette und bietet in Zukunft auch Open-Source-basierte Datenbanklösungen an. Diese Software lässt sich gegen Gebühr über das Internet herunterladen, wenn der Nutzer sie benötigt. Die Anbieter verdienen auch am Support der Software. Bisher hatte Oracle vor allem mit Lizenzen Gewinne gemacht.

Bereits im vergangenen Oktober hatte Oracle den finnische Datenbankspezialisten und MySQL-Partner Innobase aufgekauft. Übernahmeverhandlungen soll es Presseberichten zufolge auch mit JBoss geben.

Die zahlreichen Übernahmen von Oracle richten sich vor allem gegen SAP. Das Walldorfer Softwareunternehmen konnte Oracle in Amerika in den vergangenen Jahren erfolgreich Marktanteile abjagen.

manager-magazin.de mit Material von ap

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