Nokia Kooperation mit Sanyo

Die beiden Konzerne Sanyo und Nokia wollen ihr Mobilfunkgeschäft mit dem Standard CDMA voranbringen und gründen ein Gemeinschaftsunternehmen. Während Nokia hofft, damit in den USA und Japan zu punkten, geht es Sanyo darum, die Entwicklungskosten zu reduzieren.

Tokio - Das Elektronikunternehmen Sanyo Electric  sichert sich einen weiteren Partner. Nach Volkswagen , mit dem das Unternehmen Batterien für künftige Hybrid-Antriebe in Autos entwickeln will, hat Sanyo nun eine Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Handy-Hersteller Nokia  bekannt gegeben. Beide Konzerne planen ein Gemeinschaftsunternehmen im Bereich Mobilfunk.

Die Transaktion solle im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, erklärten beide Unternehmen am Dienstag. Entwickelt werden sollen Mobiltelefone für den CDMA-Standard, der in den USA dominiert und in Japan und Südkorea äußerst populär ist. Die Diskussionen über die Details hätten begonnen.

Zuvor hatte die Zeitung "Keizai Shimbun" gemeldet, Sanyo und die Finnen wollten in den USA ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das Handys der neuesten Generation (3G) für den in den USA verbreiteten Standard CDMA2000 herstellen solle.

Während Nokia mit dem Bündnis einen weiteren Schritt macht, den japanischen Markt zu erobern, plant Sanyo sein Geschäft für "CDMA 2000 Mobile Telephone" in die neue Firma einzubringen. Damit sollen unter anderem die hohen Entwicklungskosten reduziert werden.

Das japanische Unternehmen hatte Anfang Februar die Zahlen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt. Das Unternehmen sagte dank einer starken Nachfrage nach Batterien für das Quartal einen Reingewinn von 6,22 Milliarden Yen - das entspricht 44 Millionen Euro - voraus.

Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal fuhr der Konzern ein Minus von 17,62 Milliarden Yen ein. Für das Gesamtjahr hielt Sanyo an seiner Prognose fest, das Unternehmen rechnet auf Grund der Sanierungskosten mit einem Nettoverlust von 233 Milliarden Yen. Nokia meldete zuletzt für 2005 einen Umsatz von 34,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

reuters / dpa / ap

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