Deutsche Telekom Kundenzuwachs dank T-Mobile USA

Die Deutsche Telekom hat im letzten Quartal 2005 ihre Kundenzahl im Mobilfunk und bei den DSL-Anschlüssen deutlich gesteigert. Wesentlicher Wachstumstreiber war erneut das Mobilfunkgeschäft in den USA.

Frankfurt am Main - T-Mobile gewann im hart umkämpften deutschen Mobilfunkmarkt über 810.000 neue Kunden und erhöhte die Kundenbasis damit zum Jahresende auf 29,5 Millionen, wie die Deutsche Telekom  am Donnerstag mitteilte. Damit blieb T-Mobile gemessen an der Kundenzahl knapp Marktführer.

Der größte Konkurrent Vodafone  hatte im selben Zeitraum ein Plus von 906.000 auf 29,2 Millionen Kunden verzeichnet, der kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber O2 823.000 Kunden gewonnen.

Deutlich zulegen konnte T-Mobile erneut in den USA. Die Telekom-Mobilfunktochter gewann im Schlussquartal rund 1,4 Millionen auf 21,7 Millionen Kunden. Innerhalb eines Jahres erhöhte sich die Kundenzahl der US-Tochter damit um rund 4,4 Millionen.

Ein wieder deutlich besseres Quartal erzielte T-Mobile in Großbritannien. Hier stieg die Zahl der Kunden um 845.000, nach 258.000 neuen Kunden im dritten Quartal und Kundenverlusten im Vierteljahr zuvor. Insgesamt gewann T-Mobile 3,6 Millionen Neukunden im Schlussquartal, womit die Zahl der Nutzer zum Jahresende auf 86,6 Millionen stieg.

Rekordzuwachs für T-Online

Deutlich zulegen konnte die Festnetzsparte T-Com beim schnellen Internet (DSL). In Deutschland gingen zwischen Oktober und Dezember 660.000 neue DSL-Anschlüsse in Betrieb. Insgesamt waren Ende 2005 im Inland rund 7,9 Millionen Breitbandanschlüsse geschaltet, 2,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Einschließlich der Auslandsaktivitäten stieg die Zahl um 2,4 Millionen auf 8,5 Millionen.

Auch die Internettochter T-Online konnte dank DSL im abgelaufenen Quartal ebenfalls seine Kundenzahl deutlich erhöhen. Die Zahl der Breitbandkunden in Deutschland ist um 407.000 gewachsen. Damit hatte T-Online zum Jahreswechsel 4,46 Millionen Breitbandkunden in Deutschland unter Vertrag - ein Rekordzuwachs.

Festnetz verliert Kunden

Festnetz verliert Kunden

T-Online hatte vor knapp einem Jahr seine Strategie geändert und die Preise massiv gesenkt, um die führende Position auf dem deutschen DSL-Markt zu behaupten. Wichtigste Konkurrenten sind Arcor und United Internet.

In Frankreich und Spanien gewann die Gesellschaft insgesamt 102.000 DSL-Neukunden. T-Online will sein Geschäft in den beiden Ländern ausbauen und damit zu den führenden Internetanbietern aufrücken. Europaweit hat das Unternehmen rund 14 Millionen Kunden unter Vertrag. Ende 2004 waren es 13,5 Millionen Nutzer gewesen.

Weiter rückläufig war allerdings die Zahl der Telefonanschlüsse einschließlich ISDN. Sie sank im Jahresverlauf um 3,7 Prozent auf 41,2 Millionen. In Deutschland lag der Rückgang bei rund 4 Prozent auf 35,2 Millionen Anschlüsse. Im Festnetzbereich kämpft der Marktführer mit großer Konkurrenz.

Mit einem Ausbau des Breitbandgeschäfts will das Unternehmen die Grundlage für so genannte "Tripple-Play"-Angebote schaffen, also die Bündelung von Internet, Telefonie und Medieninhalte. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hatte angekündigt, das Kunden- und Umsatzwachstum mit zusätzlichen Ausgaben zu forcieren. Dafür ist er bereit, ein Abschlag beim operativen Gewinn (Ebitda) zu akzeptieren.

Die Geschäftskundensparte T-Systems verzeichnet im abgelaufenen Jahr einen Auftragseingang von 13,6 Milliarden Euro. Dies sei ein Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kunden waren unter anderem die Post-Tochter DHL. Zudem übernahm T-Systems mit Gedas die IT-Tochter von Volkswagen .

dpa, rtr

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