TFT-Monitore Große Displays, kleiner Preis

Flachbildschirme werden immer günstiger. Allerdings stehen PC-Nutzer bei der Suche nach dem Bildschirm mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zunächst vor einer schier unüberschaubaren Auswahl. Ein paar Kriterien helfen, das Angebot nach den eigenen Bedürfnissen zu sortieren und das perfekte Gerät zu finden.

Berlin - Vor einigen Jahren waren sie noch unerschwinglich, heute sind Flachbildschirme längst Standard. Gleichzeitig werden TFT-Displays immer größer. 17-Zoll-Bildschirme haben die 15-Zöller verdrängt und sind zur Einsteigerklasse zu Preisen ab 220 Euro geworden. Auch 19-Zoll-Displays sind bereits für weniger als 300 Euro zu haben.

Bei der Suche nach dem richtigen Gerät sollten Nutzer sich zunächst entscheiden, welche Größe der neue Bildschirm haben sollte. Da 15-Zoll-Displays so gut wie verschwunden sind und TFT-Monitore ab 20 Zoll Bilddiagonale schnell 600 Euro und mehr kosten, bieten sich für die meisten Privatanwender die Größen 17 oder 19 Zoll an.

Wer mit seinem Rechner zu Hause nur gelegentlich im Internet surft und ein paar E-Mails pro Woche schreibt, dem reicht vermutlich ein Gerät mit einer Bilddiagonale von 17-Zoll. Auch für die Nachbearbeitung der eigenen Urlaubsbilder sollte die Bildfläche ausreichen. Immerhin entspricht diese bei einem TFT-Display der sichtbaren Monitorfläche eines 19-Zoll-Röhrengeräts. Die Preise für diese Geräte beginnen bei rund 220 Euro und reichen bis etwa 500 Euro.

Schlanke Linie: Seitenansicht des Apple iMac G5 mit passendem Zubehör, einem iPod.

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Foto: Apple / DDP
Breitwandparade: Apples Cinema Displays haben alle das 16:9-Format. Die Auflösung liegt bei 1680 x 1050 Pixeln (20 Zoll), 1920 x 1200 Pixeln (23 Zoll) oder 2560 x 1600 Pixeln (30 Zoll).

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Sonys neue HS-Serie: Edles Design gepaart mit kurzer Pixelreaktionszeit und Kontrast von 1000:1.

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Runde Ecken und Acryl: Monitor der Firma Formac.

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Samsungs Modell 193p: Der südkoreanische Hersteller legt im Unterschied zu manch anderem asiatischen Unternehmen großen Wert auf Design.

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Eizo-Flachbildschirm L557: Steckt wie die meisten Monitore in langweiligem grauen Plastikgehäuse.

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Apples Cinema Diplay: Monitor aus eloxiertem Aluminium harmoniert zu G5-Gehäuse.

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Kult um Plasmaschirme: Design wird zunehmend zum Verkaufsargument.

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Foto: REUTERS
Sony neue LCD-Monitorreihe: HDTV-fähiger Fernseher und Computermonitor in einem.

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Apple-Manager Philip Schiller mit iMac G5: Gesamten Rechner im schicken Monitorgehäuse untergebracht.

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Foto: AP


Monitor-Parade:
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PC-Nutzer, die täglich lange vor dem Bildschirm sitzen, häufig DVDs über den Rechner ansehen oder eigene Videos schneiden wollen, werden vermutlich mit einem 19-Zoll-Display glücklicher. Da die Einstiegspreise in diesem Segment gerade einmal rund 70 Euro über denen der 17-Zoll-Bildschirme liegen, können sich die größeren Bildschirme aber auch für Gelegenheitsnutzer rentieren.

19 Zoll sind Augen schonend

Generell sollten Computernutzer bedenken, dass sie mit dem neuen Monitor voraussichtlich deutlich länger arbeiten oder spielen werden als mit dem PC. Eine größere Bilddiagonale oder bessere Qualität kann sich also auszahlen.

Allerdings ist auf einem 19-Zoll Monitor meist nicht mehr Platz. Ebenso wie die 17-Zoll-Displays stellen die Geräte in der Regel 1280 x 1024 Bildpunkte (Pixel) dar. Die dargestellten Inhalte sind auf einem 19-Zoll-Bildschirm somit größer, was für längeres Arbeiten für die Augen weniger anstrengend ist.

Wichtige Kriterien für die Qualität des Displays sind Helligkeit und Kontrast. Die Helligkeit wird in der Einheit Candela je Quadratzentimeter (cd/cm2) wiedergegeben. 250 cd/cm2 sind inzwischen Standard, 300 cd/cm2 ist ein sehr guter Wert. Beim Kontrast sind Werte von 500:1 inzwischen üblich. Umso höher die Werte sind, desto besser ist das Bild.

Wie man Pixelfehler erkennt

Wie man Pixelfehler erkennt

Filmfans sollten darüber hinaus auf die Reaktionszeit der TFT-Displays achten. Lange eigneten sich die Geräte für Spiele mit schnell wechselndem Bildaufbau nicht. Das hat sich allerdings geändert.

Wer sicher gehen will, dass DVDs ohne Schlieren laufen, sollte sich in jedem Fall für ein Gerät mit einem Bildaufbau unterhalb von 16 Millisekunden (ms) entscheiden. Spitzenmonitore schaffen heute 2 ms.

Ein weiteres wichtiges Kriterium sind Garantieleistungen des Herstellers. Manche Hersteller bieten über die gesetzlich vorgeschriebene Garantie- und Gewährleistung hinaus deutlich mehr Service an, etwa einen Abhol- und Reparaturdienst für drei Jahre. Zwar gelten Monitore als weniger reparaturanfällig als etwa Notebooks. Das hilft jedoch wenig, wenn das eigene Gerät kurz nach Ablauf der Frist kaputtgeht.

Nachfragen sollten PC-Anwender vor dem Kauf unbedingt nach dem Verfahren bei Pixel-Fehlern. Die sehr aufwändige Produktion der Displays führt nicht immer zu einwandfreien Bildschirmen. Generell muss der Kunde eigentlich eine gewisse Anzahl fehlerhafter Bildpunkte akzeptieren. Meist ist der Handel jedoch kulant und tauscht das Display um. Das allerdings sollte man vor dem Kauf klären.

Via Web oder beim Fachhändler?

Via Web oder beim Fachhändler?

Für den ersten Preisvergleich eignet sich das Internet am besten. Auch die Konditionen für den Kauf via Web haben sich verbessert. Im Online-Shop lässt sich ein Monitor zwar nicht ansehen. Aber das gesetzliche Widerrufsrecht stärkt dem Kunden den Rücken gegenüber dem Online-Händler.

Der Verbraucher kann einen mit einem Internet-Shop abgeschlossenen Vertrag innerhalb von zwei Wochen widerrufen - und zwar ohne Angabe von Gründen. Zur Wahrung der Frist, die mit dem Erhalt der Ware beginnt, genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Ware.

Gefällt der neue Monitor nicht oder hat er einen oder mehrere Pixelfehler, kann man ihn einfach zurücksenden. Die Kosten für den Rücktransport übernimmt in der Regel der Online-Shop. In jedem Fall sollte man sich vor dem Kauf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers ansehen, um sicherzugehen, dass dieser sich an die gesetzlich festgeschriebenen Regeln hält.

Wer sich entschließt, den Monitor beim Fachhändler zu erwerben, sollte selbst bei einem als augenverträglich geltenden Flachbildschirm einen Sehtest durchführen. Dafür werden eine weiße und eine schwarze Windows-Oberfläche aufgespielt, der Nutzer blickt in den Monitor, ohne den Kopf zu bewegen. Tauchen plötzlich leuchtende Farbpunkte auf, liegt ein Pixelfehler vor.

In Bezug auf die Helligkeit sollte man die Herstellerangaben ignorieren, denn die wird meist unter extremen Einstellungen getestet. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Bild gleichmäßig hell ist, dass das Weiß nicht unrein ist und das Schwarz nicht in Richtung Grau tendiert.

Wird der PC über eine VGA-Schnittstelle mit dem Monitor verbunden, sollten Nutzer einen so genannten "automatischen Abgleich" ("Auto Adjust") durchführen. Die dafür notwendige Spezialsoftware lässt sich gratis aus dem Netz laden.