Mobilfunk Die Preise purzeln

Die Rabattschlacht unter den Mobilfunk-Discountern tobt. Mehrere Billiganbieter haben erneut ihre Tarife gesenkt. Simyo, Blau.de und Easymobile liegen bei den Minutenpreisen mittlerweile fast gleichauf.

Düsseldorf - Die E-Plus-Tochter Simyo reagierte am Mittwoch nach längerem Zögern auf die Attacken der Discount-Wettbewerber und kündigte günstigere Tarife an.

Ab 16. November sollen sie gelten, dabei werde der Minutenpreis 16 statt 19 Cent betragen, eine Kurzmitteilung (SMS) koste 11 statt 14 Cent. Noch vor wenigen Tagen hatte Simyo-Chef Rolf Hansen erklärt, er sehe keine Veranlassung, auf günstigere Preise des Konkurrenten Easymobile zu reagieren, der seit 2. November einen Tarif von 16 Cent pro Minute und von 12 Cent pro SMS anbietet. Doch seine Meinung hat er offenbar geändert. Easymobile gehört dem dänischen Telekommunikationskonzern TDC.

Die Ankündigungen waren kaum öffentlich, da zog auch schon die Hamburger Firma Blau.de nach. Von diesem Donnerstag an werde der Minutenpreis von 17,9 auf 16 Cent gesenkt, eine SMS koste dann nur noch 11 statt 12,9 Cent, teilte das Mitte September an den Start gegangene Unternehmen mit.

"Als neues Unternehmen sind wir vor wenigen Wochen mit dem Anspruch angetreten, unseren Kunden das attraktivste Mobilfunkprodukt zu bieten. Um diesem Ziel auch künftig gerecht zu werden, haben wir jetzt unsere Positionierung am Markt durch das neue Tarifmodell nochmals untermauert", sagte Geschäftsführer Martin Ostermayer. Blau.de gehört keinem großen Mobilfunkkonzern.

Marktführer T-Mobile und dessen größter Wettbewerber Vodafone haben seit längerem ebenfalls Billigangebote im Programm, die aber nur für Telefonate in das eigene Netz gelten. Die reinen Discounter verzichten auf teure Läden, Servicedienste und vor allem auf subventionierte Handys.

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