Handysoftware Symbian flirtet mit SAP

Nach aktuellen Plänen von Symbian sollen Manager künftig auch mit ihren Smartphones auf SAP-Anwendungen zurückgreifen können. Der britische Anbieter von Handysoftware, an dem auch Nokia beteiligt ist, will sich mit seiner Partnersuche gegen den Vorstoß von Microsoft wappnen.

Hamburg - Der britische Anbieter von Handysoftware Symbian verhandelt mit SAP  über eine Zusammenarbeit bei Smartphones. "Wir haben mit SAP über Möglichkeiten gesprochen, ihre Anwendungen zu unterstützen", sagte Symbian-Vorstandschef Nigel Clifford der "Financial Times Deutschland".

Geschäftskunden könnten dadurch auch über ihre Mobiltelefone auf die Anwendungen von SAP zurückgreifen. Eine ähnliche Zusammenarbeit hat Symbian bereits mit SAPs schärfsten Konkurrenten Oracle  vereinbart.

Mit der Kooperation will sich der Marktführer einen weiteren Vorsprung vor Microsoft  verschaffen. Der Softwarekonzern versucht seit langem, seine Stellung auf dem Handymarkt durch die Verbreitung seiner eigenen Software für Smartphones zu verbessern.

Bisher mit mäßigem Erfolg: Nach Angaben der britischen Marktforschung Canalys.com ging Microsofts Anteil in diesem Segment im ersten Quartal 2005 von 23 Prozent ein Jahr zuvor auf 18 Prozent zurück. Symbian, an dem auch Handy-Marktführer Nokia  beteiligt ist, legte dagegen von 41 auf 61 Prozent zu.

Zuletzt konnte Microsoft-Chef Bill Gates jedoch Motorola  und Palm für eine Zusammenarbeit gewinnen. Symbian muss sich also auf die Suche nach weiteren Partnern machen und sein eigenes Angebot attraktiver machen, um dem Vorstoß von Microsoft zu begegnen.

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