Studie Wachstumsmarkt Online-Betrug

Die Zahl der Straftaten bei Online-Auktionen ist einer Studie zufolge stark gestiegen. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat im vergangenen Jahr eine Zunahme um 57 Prozent festgestellt. Die überwiegende Mehrheit der Straftaten werden dabei auf der Plattform des Auktionshauses Ebay begangen.

Hamburg - Die Zahlen, die DER SPIEGEL veröffentlichte, könnten den Autoren der Studie zufolge als repräsentativ für das gesamte Bundesgebiet gelten. Die meisten Straftaten (90 Prozent) entfallen demnach auf die Nutzer des Online-Auktionshauses eBay.

Die rund 4000 Strafanzeigen in Brandenburg betreffen dem Bericht zufolge in erster Linie Betrugsdelikte. Beispielsweise seien angebotene Artikel nie im Besitz des Anbieters gewesen oder aber vom potenziellen Käufer nicht bezahlt worden. Die Zahl der Fälle von Hehlerei hat sich im Vergleichszeitraum demnach verfünffacht. Mitte September wolle die Polizei in Eberswalde das Ergebnis eines europaweiten Forschungsprojekts über Kriminalität bei Online-Aktionen veröffentlichen, berichtet das Magazin.

Auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen beobachtet nach eigenen Angaben große Steigerungsraten beim Betrug im Online-Handel. "Wirklich wirksam schützen kann man sich bei diesen auf Vertrauen basierenden Geschäften nicht", sagte Karl-Heinz Winkler vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen der dpa. "Wer betrügen will, dem gelingt das meistens auch", fügte der Kriminalexperte hinzu. Allerdings müssten Internet-Betrüger auch fest damit rechnen, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr landesweit bei 96,6 Prozent.

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