Axel Springer Hellman & Friedman stockt auf

Der US-Finanzinvestor Hellman & Friedman erwägt nach der Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Axel Springer, seinen Anteil am fusionierten Konzern deutlich zu erhöhen. Bislang hält die Gesellschaft gut 19 Prozent der stimmberechtigten Aktien von Springer.

München - Das Beteiligungsunternehmen Hellman & Friedman erwägt nach der Übernahme der TV-Gruppe ProSiebenSat.1  durch den Großverlag Axel Springer  seinen Anteil an dem fusionierten Konzern deutlich aufzustocken. "Wir sind bereit, weitere 200 bis 300 Millionen Euro zu investieren", sagte Europa-Chef Patrick Healy der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Bislang hält die US-Beteiligungsgesellschaft 19,4 Prozent der stimmberechtigten Springer-Aktien. Eine zusätzliche Beteiligung würde nach Angaben von Springer-Pressesprecherin Edda Fels allerdings nur im Zuge einer Kapitalerhöhung und dann in Form von stimmrechtslosen Vorzugsaktien möglich sein.

Hellman & Friedman gehörte dem Investorenpool German Media Partners um den US-Medienunternehmer Haim Saban an und hielt darüber auch 14,4 Prozent an ProSiebenSat.1.

"Wir sehen weiterhin großes Potenzial für den Springer-Konzern und die Aktie", sagte Healy der Zeitung. Hellman & Friedman sei mit einem Zeithorizont von fünf bis sieben Jahren bei Springer eingestiegen. Davon seien erst zwei verstrichen.

Wie der Ausstieg bei Springer aussehen könnte, lässt Healy offen. "Wir wollen den Wert des Unternehmens steigern, dann regelt sich der Exit von selbst", erklärte der Manager.

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