Apple iTunes mutiert zum Multimediaportal

Passend zu den jeweiligen Titeln sollen iTunes-Nutzer bei Apple künftig auch die entsprechenden Musikvideos herunter laden können. Der Computerkonzern befindet sich einem Zeitungsbericht zufolge in Gesprächen mit verschiedenen Musikanbietern wie Warner Music oder Sony. Auch ein Video-iPod soll geplant sein.

New York - Der Computerkonzern Apple  bereitet nach Informationen des "Wall Street Journal" den Aufbau eines Video-Angebots in seinem Onlineshop iTunes vor. Apple habe bereits entsprechende Gespräche mit Warner Music, EMI, Vivendi Universal  sowie Sony BMG geführt, schreibt das Blatt unter Berufung auf Branchenkreise.

Ziel sei es, über den Internetshop iTunes Music Store (iTMS) in naher Zukunft auch Musikvideos und Filme anzubieten. Bisher vertreibt Apple über die Downloadplattform vor allem Musik für seinen Digitalwalkman iPod.

Apple plane parallel dazu auch einen Video-iPod, der bewegte Bilder abspielen könne, berichtet das Blatt. Das Gerät könne bereits im September auf den Markt kommen.

Apple selbst verweigert dazu wie üblich jeden Kommentar. Weil das Unternehmen aus Cupertino grundsätzlich keine Details über zukünftige Produkte durchsickern lässt, sind derartige Spekulationen keine Seltenheit.

Laut der Zeitung spricht Apple zudem mit mehreren TV-Konzernen über die Möglichkeit, Fernsehshows und andere Programme für einen Onlinevertrieb zu lizenzieren. Letzterer steckt zurzeit noch in den Kinderschuhen. Das liegt zum einen daran, dass die Lage bei den Lizenzrechten unübersichtlich ist. Zum anderen steht ein Video-Downloadangebot vor zahlreichen technischen Hürden.

Zwar hat iTunes bereits eine eingebaute Videofunktion. Die Datenmengen bei Videos sind jedoch erheblich größer als die für Musikdownloads. Apple-Chef Steve Jobs hat in der Vergangenheit erklärt, bei Videodownloads und -streams eine adäquate Qualität zu erreichen, sei sehr schwierig. In der Vergangenheit hat der Manager, der auch Chef des Filmproduzenten Pixar  ist, sich skeptisch darüber geäußert, ob die Verbraucher Filme tatsächlich auf portablen Kleinstbildschirmen anschauen wollen.

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