SAP schafft Jobs Das Wunder von Walldorf

Entgegen weltweiter Stellenkürzungen in der Branche will der Softwarekonzern SAP seinen Mitarbeiterbestand noch einmal deutlich aufstocken. Der ursprünglich geplante Personalaufbau soll um bis zu 1000 weitere Stellen erhöht werden.

Düsseldorf/Walldorf - Der Walldorfer Softwarekonzern SAP  will in diesem Jahr bis zu 4000 neue Stellen schaffen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Das Unternehmen wird damit den ursprünglich geplanten Personalaufbau noch einmal um bis zu 1000 Stellen aufstocken.

Insgesamt beschäftigt SAP derzeit rund 32.000 Menschen. SAP-Aktien legten am Freitagvormittag um 0,03 Prozent auf 145,29 Euro zu.

Ein Händler verwies vor allem auf die positive Haltung der in dem Bericht befragten Analysten. Demnach rechnen die Experten von Dresdner Kleinwort Wasserstein damit, dass SAP kommende Woche seine Ziele für das Gesamtjahr anheben wird. JP Morgan-Analyst John Segrich geht davon aus, dass "SAP derzeit stärker wächst, als der Markt annimmt".

Ein SAP-Sprecher wollte die Zahl der Zeitung nicht kommentieren, verwies jedoch auf eine Aussage von SAP-Chef Henning Kagermann, dass die Zahl von ursprünglich 3000 Neueinstellungen bis Jahresende "nicht in Stein gemeißelt" sei.

In den ersten drei Monaten des Jahres hat SAP laut Kagermann bereits rund 1000 neue Mitarbeiter eingestellt. Zeitungsangaben zufolge rechnen Analysten damit, dass SAP die Personalplanung in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach oben korrigieren wird.

Allerdings werde nur etwa jede fünfte neue Stelle auf Deutschland entfallen. Einstellungen im Vertrieb werden lokal gesteuert, und in der Software-Entwicklung stehe neben Neueinstellungen am SAP-Stammsitz in Walldorf eine Aufstockung in neuen Entwicklungszentren in Indien, China und Ungarn an.