IBM Späte Genugtuung

Microsoft hat seinen jahrelangen Kartellstreit mit IBM beigelegt. Dafür zahlt der Softwarekonzern 775 Millionen Dollar an den Computerbauer.

New York - Das erklärte Microsoft  am Freitag in New York. Zudem räume Microsoft IBM  die Nutzung von eigener Software im Wert von 75 Millionen Dollar ein.

Hintergrund ist das Kartellverfahren der US-Regierung gegen Microsoft, das 2002 mit einem Vergleich endete. Dabei war IBM vor Gericht als eines der Unternehmen identifiziert worden, das durch Monopol-Praktiken von Microsoft geschädigt wurde. Dabei ging es um das IBM-Betriebssystem OS/2 und Programme der SmartSuite-Reihe.

Microsoft-Chefjustiziar Brad Smith erklärte, die Vereinbarung mit IBM sei ein weiterer wichtiger Schritt, die Streitfälle mit anderen Unternehmen beizulegen. Nun könnten Microsoft und IBM in die Zukunft schauen, sei es als Konkurrenten oder als Partner. Im April 2004 hatte Microsoft bereits einen Streit mit dem Konkurrenten Sun Microsystems  beigelegt und dafür 1,6 Milliarden Dollar gezahlt.