Handysparte Siemens entlässt Mitarbeiter - in China

Bis zur vollständigen Übergabe der Siemens-Handysparte an BenQ will der deutsche Konzern seinen globalen Sparkurs fortsetzen. Siemens hatte sich zum Ziel gesetzt, insgesamt eine Milliarde Euro in dem defizitären Bereich einzusparen. Die Arbeitsplätze fallen vorerst aber nicht - wie befürchtet - in Deutschland weg, sondern in China.

Frankfurt - Der Technologiekonzern Siemens  will seine Sparpolitik in der Handysparte trotz des bevorstehenden Verkaufs fortsetzen. "Wir werden 100 Stellen im Vertrieb einsparen", sagte ein Siemens-Sprecher auf Anfrage.

Insgesamt beschäftigt Siemens in der Handysparte in China derzeit 1000 Mitarbeiter. Teile des Vertriebs sollen nun ausgelagert werden.

Die Maßnahmen sollen zügig durchgeführt werden, hieß es. Die Schritte seien Teil der Umstrukturierungen, mit denen Siemens im verlustreichen Handybereich in diesem Jahr eine Milliarde Euro einsparen will.

"Wir fahren mit unserem Programm wie angekündigt fort" sagte der Sprecher. Die Produktion in China wird erst 2007 an BenQ  übergeben.