Toshiba Etappensieg dank Microsoft

Der US-Softwarekonzern Microsoft und der japanische Elektronikkonzern Toshiba vertiefen ihre Zusammenarbeit. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam einen DVD-Player entwickeln, der mit dem Nachfolgestandard HD-DVD kompatibel ist. Die Fraktion der HD-DVD-Befürworter erhält somit einen weiteren wichtigen Verbündeten.

Tokio - Microsoft  und Toshiba  wollen in der Entwicklung neuer Konsumentenelektronik weltweit noch enger zusammenarbeiten. Wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten, sollen die Hardware- und Softwaretechnologien ausgetauscht werden, um damit gemeinsam neue Produkte zu entwickeln. Für den DVD-Nachfolgestandard HD-DVD ist ein Abspielgerät geplant, das auf Microsofts Betriebssystem Windows CE basiert.

Die HD-DVD (High-Density Digital Versatile Disc) besitzt auf normaler CD-Größe eine Kapazität von derzeit bis zu 30 Gigabyte. Eine herkömmliche DVD hat dagegen ein Fassungsvermögen von 8,5 Gigabyte.

Allerdings konkurrieren die Produzenten der HD-DVD (Toshiba, NEC ) mit den Entwicklern der Blu-ray Disc (unter anderen Philips , Panasonic, Sony ) und den Standard der Zukunft.

Toshiba und Microsoft arbeiten bereits in der Entwicklung von Tablet-PCs, Multimedia-Computern und Notebooks zusammen. Künftige mobile Computer wollen die Partner mit der nächsten Windows-Version mit dem Codenamen Longhorn ausstatten.

Im April unterzeichneten beide Unternehmen eine Lizenzvereinbarung, die die gegenseitige Vermarktung der Produkte vorsieht. Toshiba brachte nach eigenen Angaben im Jahre 1985 als erster Hersteller weltweit einen Laptop auf den Markt.