Wolfgang Ziebart Infineon wird nicht zerschlagen

Mit harter Sanierungsarbeit will Infineon-Chef Wolfgang Ziebart den Chiphersteller aus der Dauerkrise führen. Forderungen, den Münchener Konzern zu zerschlagen, erteilt der 55-Jährige gegenüber manager magazin eine klare Absage.

Hamburg - Infineon-Chef Wolfgang Ziebart wehrt sich gegen Forderungen, den Chipkonzern zu zerschlagen. "Die Maßnahmen, die uns von außen empfohlen werden, sind nicht angemessen", sagt Ziebart gegenüber manager magazin, dessen neue Ausgabe am Freitag (24. Juni) erscheint.

Er erteilt damit den immer wieder von Anlegern, Analysten und Beratern geäußerten Vorschlägen, die Speicher- sowie die Kommunikationssparte abzuspalten und entweder an die Börse zu bringen oder mit Partnern zu vereinen, eine klare Absage.

Infineon  schreibt nach einer schwachen Erholung 2004 mittlerweile wieder Verluste und hinkt technologisch hinter Weltmarktführer Samsung  her. Dennoch will Ziebart den Konzern als Einheit erhalten. "Radikale Einschnitte sind in unserer Situation nicht angebracht. Nachdem die Bilanz gesund ist, wollen wir mit solider Sanierungsarbeit vor allem unsere Werte erhalten", erklärt Ziebart seine Strategie.

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