Axel Springer "Keine Bonanza, aber ein gutes Geschäft"

Der Axel Springer Verlag will nach Informationen von manager magazin noch in diesem Sommer die Kontrolle über den TV-Konzern ProSiebenSat.1 übernehmen. Der Kaufpreis, über den noch keine endgültige Einigung erzielt wurde, beträgt mindestens eine Milliarde Euro.
Von Klaus Boldt

Hamburg - Der Axel Springer Verlag  will noch in diesem Sommer die Kontrollmehrheit an der ProSiebenSat.1 Media AG  (Umsatz: 1,8 Milliarden Euro) erlangen und alle Finanzinvestoren - abgesehen von Haim Saban - auslösen. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (24. Juni) erscheint.

Der Kaufpreis, über den noch keine endgültige Einigung erzielt wurde, beträgt nach Informationen von manager magazin mindestens eine Milliarde Euro. Möglicherweise soll schon im Juli eine Due Diligence bei dem Münchener Fernsehunternehmen stattfinden und vier Wochen später der Vertrag unterzeichnet werden. Allerdings rechnet das Verlagshaus mit Auflagen des Bundeskartellamts.

Angesichts der lahmen Werbekonjunktur und des zurzeit schleppenden Fernsehgeschäfts in Deutschland betrachtet der Berliner Verlag sein verstärktes Engagement ohne überspannte Erwartungen. "Es wird nicht die ganz große Bonanza, aber es bleibt ein gutes Geschäft", zitiert manager magazin einen Springer-Aufsichtsrat.

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