Wildern bei Ebay Google greift Paypal an

Es gibt wenige Dienste, die Google noch nicht anbietet. Einer davon ist ein elektronischer Bezahlservice für Interneteinkäufe à la Paypal. Einem Pressebericht zufolge steht Googles Einstieg in dieses lukrative Geschäft jedoch kurz bevor.

San Francisco - Der Internetbezahldienst Paypal hat sich binnen weniger Jahre zum weltweiten Marktführer entwickelt. Mit ihm können sich Personen gegenseitig Geld überweisen, auch wenn sie in verschiedenen Ländern wohnen.

Die Benutzer müssen sich dazu bei Paypal mit ihrer Kreditkarte oder ihrer Bankverbindung anmelden - die Abwicklung der Bezahlung übernimmt Paypal und kassiert dafür abhängig von der Transaktion eine Provision. Vor allem bei Ebay-Auktionen ist Paypal stark vertreten. Seit 2002 gehört Paypal zu Ebay .

Paypal könnte jedoch bald einen ernstzunehmenden Konkurrenten aus dem Hause Google  bekommen. Ein Webshop-Betreiber sagte der "New York Times", er sei von Google gefragt worden, ob er nicht an einem solchen Bezahldienst teilnehmen wolle. Der Mann blieb anonym. Google hatte ihm angeblich untersagt, mit den Plänen an die Öffentlichkeit zu gehen. Google selbst äußerte sich zu der Sache nicht.

Google mischt auch ohne eigenen Bezahldienst bereits kräftig im E-Commerce mit. Viele Surfer nutzen die Suchmaschine zum Finden von Internetkaufhäusern. Der Google-Preisvergleichsdienst Froogle führt direkt in Webshops. Ein neuer Bezahldienst wäre vor allem für kleinere Anbieter eine Chance, die keine Kreditkartenzahlungen akzeptieren können.

Google könnte zudem alle Shops, die das Bezahlen mit dem neuen System akzeptieren, mit einem prominent platzierten Logo des Bezahldienstes in der Froogle-Liste hervorheben. Dies könnte auch die schnelle Verbreitung des neuen Dienstes fördern, glauben Analysten. Zudem dürfte die Marke Google die Etablierung des Bezahlservice erleichtern.

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