Hewlett-Packard Zurück zum Ursprung

Vor gerade einmal fünf Monaten legte die damalige Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina die PC- und die Druckersparte des Computerkonzerns zusammen. Ihr Nachfolger Mark Hurd hält dies offensichtlich für eine Fehlentscheidung - und trennt die beiden Bereiche wieder.

Palo Alto - Hewlett-Packard  hat seinen Geschäftsbereich Personal Computer nach nur fünf Monaten wieder von der Druckersparte abgelöst. Als Leiter der neuen PC-Sparte hat das Unternehmen den ehemaligen Chef von PalmOne , Todd Bradley, ernannt. Der vormalige Manager der kombinierten Bereiche, Vyomesh Joshi, soll künftig der separierten Druckersparte vorstehen.

Die Trennung der beiden Geschäftsbereiche ist eine der größten Veränderungen, die der seit April amtierende HP-Chef Mark Hurd veranlasste. Seine Vorgängerin Carly Fiorina hatte erst im Januar die beiden Sparten zusammengelegt. Mit der Aufteilung in zwei eigenständige Segmente sollen Kosten gespart und die Divisionen wettbewerbsfähiger gemacht werden, sagte Hurd.

Das Druckergeschäft ist der profitabelste Bereich des Unternehmens. Er brachte im vergangenen Quartal 57 Prozent der Gewinne von Hewlett-Packard. Nach Dell  ist HP der weltweit zweitgrößte Computerhersteller.

Dass die Separierung der PC- Sparte möglicherweise einen Verkauf des Bereichs ähnlich wie den von IBM  an Lenovo vorbereiten könnte, schließen Analysten vorerst aus. "Das ist ganz einfach die Frage, wie führe ich das Geschäft effizienter", sagte Ted Schadler, Analyst des Marktforschungsunternehmens Forrester, dem Branchenmagazin "CNet".

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