Sonntag, 22. September 2019

Siemens-Ausgliederung Wer ist BenQ?

Eine Lösung für die Handysparte ist gefunden, heißt es bei Siemens. Wie aber diese Lösung aussieht, wissen nur wenige. Sie hört auf den Namen BenQ und gehört bereits jetzt zu den Schwergewichten unter den weltweiten Elektronikkonzernen.

Hamburg - Den Fußballfans fiel das Logo bei der vergangenen Europameisterschaft auf. Und der ein oder andere hat damals auch die Plakate bemerkt, Werbung für Bildschirme, bei der Frauen lachend ihren Slip ausziehen.

iPod, wir kommen: Mit dem Flash-MP3-Player Joybee 102 R setzt BenQ auf die größte Stärke der Apple-Konkurrenz - Design
Ansonsten dürften sich die meisten Deutschen die Frage stellen: Wer ist BenQ? Das taiwanesische Unternehmen wird in Zukunft mit der Handysparte von Siemens kooperieren, und die Chefs beider Unternehmen schmieden sogar schon Pläne für die volle Übernahme.

Ironie der Industrie: Zwar kennen wenige Deutsche BenQ, doch stehen die Produkte des Herstellers in ihren Büros und Wohnzimmern. Nur, dass die nicht den Namen BenQ tragen. Sondern irgendeine andere Marke, Hewlett-Packard Börsen-Chart zeigen vielleicht oder Thomson Börsen-Chart zeigen.

Doch für dieses Geschäftsmodell sind die Spielräume zunehmend enger. Inzwischen werden nämlich auch die Taiwanesen unterboten, von den Chinesen. Um weiter wachsen zu können, kaufte der Manager Lee Kuen-Yao nach und nach die Sparte BenQ aus dem Acer-Konzern heraus, die unter dem Namen Acer Peripherals 1991 gegründet worden war.

 Groß und flach: LCD-Fernseher gehören zum Hauptgeschäft in Europa, leiden aber am eigenen Preisverfall  Bunt und fluffig: Der Player Joybee 110 spricht vor allem ein junges Publikum an  Spaß und Notebook: Die Marketingabteilung schreibt auch dem "Joybook" den Spaß in den Namen  Foto und Nische: Beim Thema Digitalkameras spielt die Marke BenQ hier zu Lande noch keine große Rolle

Und was macht BenQ?
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BenQ wurde als Nobelmarke entwickelt, die Wert auf Design und Qualität legen soll - bei einer breiten Produktpalette: Bildschirme, Notebooks, Scanner, CD-ROM-Laufwerke, MP3-Player, Speichermedien, Tastaturen, Mäuse, Plasmabildschirme, Digitalkameras. Das poppige Design vor allem der Notebooks verkauft sich in Europa mit erklecklichen Wachstumsraten.

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