Montag, 19. August 2019

Siemens-Ausgliederung Wer ist BenQ?

2. Teil: Beeindruckende Zahlen - wo bleibt da Siemens?

Beeindruckende Zahlen - wo bleibt da Siemens?

Das Zuliefergeschäft für andere Marken wurde allerdings nicht aufgegeben. BenQ erwirtschaftet weiterhin rund 60 Prozent seines Umsatzes mit Geräten, die nicht unter eigenem Namen in die Geschäfte kommen.

Siemens-Handys: Demnächst auch bei BenQ gefertigt?
Die Kooperation mit Siemens öffnet nun den Zugang zu vielen Märkten mit einer eingeführten Marke. Andererseits können die Telefone in den eigenen Produktionsanlagen in Malaysia, Mexiko, China und Taiwan gefertigt werden. Insgesamt arbeiten an diesen Standorten rund 27.000 Mitarbeiter für den Konzern. Kapazitäten gibt es genug - die deutschen Siemens-Werke, schätzen Analysten, müssen sich langfristig wohl Sorgen machen.

Die anderen Zahlen sind nicht minder beeindruckend. 2004 wurden 10,5 Milliarden Dollar umgesetzt. 4 Prozent davon steckt BenQ wieder in Forschung und Entwicklung und beschäftigt allein in diesem Bereich 2000 Mitarbeiter.

Enttäuschend dagegen waren die jüngsten Geschäftszahlen. Der Gewinn im ersten Quartal lag 90 Prozent unter dem Vorjahreswert, wobei wohl besonders schwer der Preisverfall bei LCD-Monitoren wiegt. Vor diesem Hintergrund ist die Kooperation mit Siemens ein verständlicher Schritt: Die Produktpalette kann damit auf vergleichsweise einfache Art erweitert werden. Und Handys sind nicht zwingend abhängig von Konjunkturen im PC-Geschäft.

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