Sonntag, 17. November 2019

Siemens Die Handysparte geht an BenQ

Seit dem Wochenende wird spekuliert, ob Siemens seine defizitäre Handysparte an den taiwanesischen Hersteller BenQ verkauft. Nun bestätigt ein hochrangiger Konzernmanager die Vermutung gegenüber manager-magazin.de - und nennt erste Eckpunkte des Plans.

Hamburg - Monatelang suchte Siemens Börsen-Chart zeigen einen Partner für die defizitäre Handysparte, nun ist er gefunden. Ein hochrangiger Manager aus der Kommmunikationssparte des Konzerns bestätigte gegenüber manager-magazin.de, dass der neue Kooperationspartner BenQ heißt.

BenQ: Die Taiwanesen sind Spezialisten für Notebooks und LCD-Bildschirme - und schon jetzt ein wichtiger Handyproduzent
Das taiwanesische Unternehmen BenQ ist eine Ausgründung des Elektronikkonzerns Acer und auf dem deutschen Markt vor allem mit Bildschirmen vertreten. Geplant sei zunächst eine Kooperation mit Siemens Mobile, die im Laufe der kommenden ein bis zwei Jahre in eine vollständige Übernahme münden soll. An diesem Montag will der Siemens-Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Telefonkonferenz über die Kooperation entscheiden.

BenQ ist heute schon ein großer Player auf dem Weltmarkt für Handys. Allerdings stellt das Unternehmen hauptsächlich Geräte für andere Marken her, dem Vernehmen nach mit einem Marktanteil, der dem von Siemens vergleichbar ist.

Nur Teile der Sparte werden veräußert

Siemens will jedoch nicht die gesamte Mobilsparte an BenQ veräußern. Die Schnurlostelefone, die auch zu Siemens Mobile gehören, werden in eine eigenständige GmbH ausgegliedert. Schnurlostelefone bringen nur relativ geringe Erlöse, sind aber hoch profitabel. Sie sollen daher im Siemens-Verbund verbleiben.

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