Auto-Navigationssysteme Mobile Wegweiser, klobige Festeinbauten

Navigationssysteme für das Auto gibt es in drei Varianten: als fest montiertes Gerät, Handy-Tool oder Feature für den PDA. Weil vielen Fahrern das Handy-Display zu klein oder das fest eingebaute Gerät zu teuer ist, werden GPS-Systeme für den Minicomputer immer populärer. Denn die Technik ist ausgereift und das Preisniveau niedrig.

Stuttgart - Obwohl die fest einzubauenden Navigationssysteme für den Radioschacht im Fahrzeug immer günstiger werden, erhalten diese Geräte mittlerweile ernsthafte Konkurrenz.

PDA (Personal Digital Assistant)-Navigationssysteme sind eine attraktive Alternative zu den Festeinbauten. Die Kombinationen aus PDA und Navigationssoftware - so genannte Bundles - kosten nur einen Bruchteil eines herkömmlichen Navigationssystems und können problemlos mit wenigen Handgriffen in ein anderes Fahrzeug übernommen werden. Das berichtet das Telekommunikationsmagazin "Connect" in seinem aktuellen Sonderheft "Auto Connect 2005" nach einem Test von zwölf mobilen Systemen auf PDA-Basis.

Testsieger wurde den Angaben nach der Navigon Mobile Navigator 5. Vor allem die gestochen scharfe Kartendarstellung im 3-D-Modus beeindruckte die Tester. Das Modell überzeuge zudem durch ausgereifte Funktionen, etwa warne es auf Wunsch vor zu hoher Geschwindigkeit. Darüber hinaus werde an größeren Kreuzungen die Beschilderung im Display eingeblendet, um dem Fahrer die Orientierung zu erleichtern.

Gute Karten: Navigon Mobile Navigator 5

Gute Karten: Navigon Mobile Navigator 5

Gut platziert: PDA an der Windschutzscheibe

Gut platziert: PDA an der Windschutzscheibe

Wegweiser statt Michelinmännchen: ViaMichelin Navigation

Wegweiser statt Michelinmännchen: ViaMichelin Navigation


Bequemer zum Ziel mit PDA-GPS
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Darüber hinaus sei das System günstig zu haben. Die Software mitsamt GPS-Empfänger und Deutschland-Karte koste 199 Euro, für einen Aufschlag von jeweils 100 Euro erhält man die drahtlose Bluetooth-Version und den TMC-Staumelder. Auf einer mitgelieferten DVD befinden sich sämtliche Europa-Karten, die gegen eine Gebühr jederzeit frei geschaltet werden können.

Europa gegen Aufpreis

Zwei weitere Systeme im Test wurden in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis von der Zeitschrift positiv beurteilt. Die Software Destinator PN - Nummer drei in der Gesamtwertung - zeige ihre Stärken vor allem bei der Kartendarstellung im 3-D-Modus. Für Minuspunkte sorgten die uneinheitliche Menügestaltung sowie die teilweise schlecht verständliche Zieleingabe. Die reine Software koste 139 Euro, inklusive vorbespielter 512-MB-SD-Karte 209 Euro.

Relativ günstig ist auch die Software ViaMichelin Navigation (in der Gesamtwertung Platz sechs). Für 199 Euro bekomme der Käufer eines der am einfachsten zu bedienenden Navigationssysteme. Für eine Platzierung weiter vorne reichte es jedoch nicht, da die Tester einige Fehler und überflüssige Ansagen bei der Zielführung feststellten.

PDA-Systeme seien trotz ihrer Vorteile nicht für jeden geeignet, warnt das Magazin. Die Mini-Computer erforderten nicht nur Einarbeitungszeit, sondern zur Installation der Software auch einen PC. Computer-Muffel sollten daher zu einem PNA-Gerät (Personal Navigation Assistent) greifen. Es funktioniere nach dem "Plug & Play"-Prinzip, da die Software bereits vorinstalliert sei.

Ob PDA, PNA oder Festeinbau: Vor dem Kauf sollte der Verbraucher in jedem Fall die einzelnen Angebote vergleichen. Denn Festeinbauten gibt es mittlerweile bereits für 750 Euro. Wer beim Kauf von PDA und Software oder von PNA nicht auf ein Angebots-Bundle zugreift, kommt schnell auf einen ebenso hohen, wenn nicht sogar höheren Preis.

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