Lycos Europe Der unerschütterliche Optimismus des Christoph Mohn

Die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres begannen für das Internetportal erfreulich. Doch trotz steigender Umsätze blieb unterm Strich ein Verlust von 8,1 Millionen Euro. Im kommenden Jahr werde man endlich schwarze Zahlen schreiben, verspricht Lycos-Chef Christoph Mohn.

Gütersloh/Haarlem - Das Internetportal Lycos Europe  hat das laufende Geschäftsjahr mit einer deutlichen Umsatzsteigerung begonnen. Im ersten Quartal setzte die Bertelsmann-Beteiligung mit Sitz im niederländischen Haarlem 30 Millionen Euro um. Das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte Lycos Europe am Donnerstag mit. Der Verlust wurde um knapp ein Drittel auf 8,1 Millionen Euro gesenkt.

Der Bereich Kostenpflichtige Dienste & Shopping legte nach Unternehmensangaben im Umsatz um 48 Prozent auf 10 Millionen Euro zu. Die Umsätze aus dem Internetzugangsgeschäft nahmen um 73 Prozent auf nunmehr knapp 11 Millionen zu. Die Werbeumsätze als dritte Umsatzsäule gingen dagegen um 15 Prozent auf 8,7 Millionen Euro zurück. Der Anteil Kostenpflichtiger Dienste & Shopping am Gesamtumsatz betrug 34 Prozent, der Umsatzanteil aus dem Internetzugangsgeschäft 36 Prozent und der Umsatzanteil aus Online-Werbung 29 Prozent. 2006 will die Firma erstmals seit der Gründung 1997 in einem Gesamtjahr Gewinn machen.

"Es zeigt sich, dass wir die richtige Strategie ergriffen haben. Das starke Wachstum bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg zum Breakeven in 2006 konsequent weiterzugehen", kommentierte Lycos-Chef Christoph Mohn die Quartalszahlen optimistisch.

Die liquiden Mittel und Einlagen von Lycos betrugen am Ende des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 114,8 Millionen Euro, verglichen mit 121,7 Millionen Euro am 31. Dezember 2004. Der Verlust von 6,9 Millionen Euro wurde nach Unternehmensangaben durch einen Finanzmittelbedarf aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Aufstockung langfristiger Anlagevermögen verursacht.